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Wie bereits in der GTA-Reihe schlüpft der Spieler in die Rolle eines zwielichtigen Charakters, der entweder der Hauptstory folgen, oder sich einfach der virtuellen Welt hingeben kann und dabei zahlreiche Abenteuer erlebt.
Vertrauen gewinnen
Der sogenannte Wilde Westen steht kurz vor der totalen Zivilisierung. Die rauen Zeiten, in denen Waffengewalt herrschte, scheint dem Ende nahe zu sein. Neue Technologien und politische Systeme halten Einzug. Doch Hauptcharakter John Marston kümmert das wenig. Im Auftrag der Regierung soll er einen alten Verbrecherkumpel dingfest machen. Doch der erste Versuch scheiterte und John landet angeschossen auf einer Farm. Schnell erkennt er, dass er ohne festen Plan und Vertrauen der Bevölkerung nicht weit kommt. So gilt es sich zuerst mit dem ansässigen Sheriff anzufreunden und ihn bei kleineren Aufträgen zu unterstützen.
Sich einfach hingeben
Der Spieler kann entweder der Hauptgeschichte folgen und jeden einzelnen Auftrag brav abarbeiten, um somit ans Ende der Geschichte zu gelangen, oder sich einfach der riesigen Westernwelt hingeben. Denn abseits der Hauptstory gibt es sehr viele Dinge zu erleben. Die Westenwelt strotzt nur so vor Details: Verbrecher jagen, Gold suchen, Pokerabende, Einkaufstouren, Geiseln befreien, Paketdienste übernehmen, Duelle ausstehen und noch viel mehr Möglichkeiten stehen zur Verfügung. Überall gibt es etwas zu tun. Selbst wenn man alleine in der Prärie herumreitet, gibt es plötzlich Beschäftigungen. So kann der Spieler genüsslich für viele Stunden in die virtuelle Welt eintauchen.
Detaillierte Spielwelt
Egal ob man die Hauptgeschichte spielt oder sich an Missionen wagt. Jeder Strang verfügt über detaillierte Charaktere und haucht dem Spiel immer wieder faszinierendes Leben ein. Die Dialoge wurden dabei mit Sorgfalt ausgewählt, bieten aber auch hie und da nette Seitenhiebe zum Western-Genre. Und der klassische Soundtrack, der direkt aus einem Italowestern stammen könnte, passt perfekt zur Game-Atmosphäre.
Die riesige Spielwelt bietet auch eine Vielzahl von Naturumgebungen. Fast sämtliche Vorkommnisse von Flora und Fauna in Amerika wurden im Spiel untergebracht. Zusätzlich gibt es eine wunderschöne Tag- und Nachtblende zu bestaunen und selbst bei Nacht gibt es in den einzelnen Städten viel zu entdecken.
Fazit: Mit Leben vollgepumpt
«Red Dead Redemption» erfindet das Rad des Open-World-Genres zwar nicht neu, bietet aber eine eindrückliche Wildwest-Version, die vor Leben nur so strotzt. Egal wo man hin reitet oder ob man Hauptstory oder Nebenmissionen spielen möchte, es gibt sehr viel zu tun in dieser riesigen Welt. Langweilig wird es so gut wie nie. Ob jedoch GTA-Fans mit dem Western-Szenario warm werden, muss jeder für sich selber entscheiden. Wer aber auf Western und besonders auf Italowestern steht, muss sich ohne Umwege in diese grandios inszenierte virtuelle Welt begeben.
Positiv aufgefallen:
- Riesige, belebte Spielwelt
- Spannende Hauptstory mit zahlreichen Wendungen
- Unglaublich viele Nebenmissionen
- Detaillierte Charaktere
- Western-Atmosphäre wurde perfekt umgesetzt
- Tolle Wetter-Animationen
- Soundtrack wie aus einem Italowestern
Negativ aufgefallen:
- Für Nicht-Western-Fans ungeeignet
- Leichte Popups und Kantenflimmern
- Pferd-Steuerung anfangs hakelig
- Stellenweise zu brutal
Spielspass: 9 von 10 Punkten
Erhältlich für Playstation 3 (getestet) und Xbox 360
Freigegeben ab 18 Jahren
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