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Eigentlich wollte sich der selbstverliebte Travis den Beruf als Auftragskiller an den Nagel hängen. Doch als sein bester Freund von Gangstern umgebracht wird, sinnt er nach Rache und packt seine Arbeitsutensilien wieder aus. Noch weiss er nicht, dass Männer im Hintergrund sein neues Aufbegehren geplant haben, denn Travis spielt eine wichtige Rolle im Assassinen-Geschäft.
Charmante Retro-Minispiele
Der Grafikstil ist wie beim Vorgänger Geschmacksache. Wer nichts mit der verwischten, minimalistischen Comic-Optik anfangen kann, wird auch dieses Mal nicht zugreifen. Wie bereits beim ersten Teil gilt es mit einem Art Lichtschwert Duelle auszustehen und sich jeweils pro Level an den Oberboss empor zu kämpfen. Hört sich nach einem stringenten Levelaufbau an, doch das Spiel überrascht mit zahlreichen Minispielen, die alle in einer charmanten 80er Jahre Minimalgrafik präsentiert werden. Zudem gibt es jede Menge witzige Inhalte zu bestaunen. Wenn der Spieler die Figur jedesmal auf die Toilette schicken muss, um den Spielstand abzuspeichern, ist dies nur die Spitze des digitalen Comedy-Eisbergs. Die Geschichte wird mit vielen Rückblenden, Nebenschauplätzen, verwirrenden Dialogen sowie erotischen Intermezzi erzählt und veredelt.
Fazit: Unkonventionell und blutig
Überdreht und blutig kommt die Fortsetzung daher, die aber so überstilistisch präsentiert wird, dass die Gewaltausbrüche jenseits von einer authentischen Darstellung angesiedelt sind. Die unkonventionelle Inszenierung mit Comedy-Allüren sorgt für ein besonderes Videospiel-Erlebnis. Dennoch: Die Fortsetzung «No More Heroes 2» ist nichts für zarte Gemüter.
Positiv aufgefallen:
- Verrückter Grafikstil
- Abwechslungsreiche Endgegner
- Witzige Minispiele
- Kuriose Inhalte
- Genial inszenierte Geschichte
- Einfaches Handling
- Cooler Soundtrack
Negativ aufgefallen:
- Grafikstil ist Geschmacksache
- Keine frei befahrbare Stadt mehr
- Etwas zu schnell durchgespielt
Spielspass: 8.5 von 10 Punkten
Erhältlich für Nintendo Wii
Freigegeben ab 18 Jahren
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