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«Metroid: Other M»: Zurück in die Vergangenheit

Der neuste Streich aus der berühmten Game-Reihe gibt Einblicke in die Vergangenheit der Heldin und experimentiert mit der Steuerung. Kann das gut gehen?

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TEST VON SIMON DICK

Samus ist eine der ältesten Game-Heldinnen und bekommt nun vor allem steuerungstechnisch ein Facelifting. Die berühmte Kopfgeldjägerin gerät per Notrufsignal in der jüngsten Game-Umsetzung auf einen verloren Frachter, wo sie auf alte Teamkameraden trifft. Die gesamte Schiffsmannschaft wurde unter mysteriösen Umständen getötet. Zusammen mit den Mitstreitern gilt es herauszufinden, wer oder was für das Massaker verantwortlich ist. Schnell wird klar, dass Samus Anwesenheit auf dem Frachter kein Zufall ist und alt bekannte Aliens ihren Weg kreuzen. Dazwischen wird die Vorgeschichte der Heldin mit Rückblenden erzählt, die interessante Einblicke in ihre Vergangenheit gewähren.

Von 2D zu 3D
Das Gameplay orientiert sich an klassischen 2D-Spielen, in denen die Spielfigur von rechts nach links bewegt wird.  Dabei wird die Wii-Bedienung horizontal wie ein klassischer Controller gehalten. Die Perspektive kann jedoch an einigen Stellen in eine 3D-Ansicht gewechselt werden. Dies geschieht vor allem im Nahkampf, um die Gegner besser zu eliminieren. Somit sollen sowohl Retro-Liebhaber als auch Ego-Ansicht-Freunde gleichzeitig befriedigt werden. Samus besitzt wie in den früheren Abenteuern diverse Schusswaffen und Spezialattacken, die erst nach einander frei geschaltet werden. Auf Knopfdruck verwandelt sich die Heldin in den bekannten Morph-Ball und kann so enge Geheimgänge entdecken.

Geduldsprobe Steuerung
Die neuartige Steuerung hat so seine Tücken: Zu Beginn wird der Wechsel von 2D zu 3D zur Geduldsprobe. Es braucht seine Stunden, bis man mit dem Perspektivenwechsel klar kommt und der Spieler die etwas fummelige Steuerung intus hat. Danach offenbart sich jedoch die neue Bedienung als gelungene Neuvariante. Doch verbissene Retrospieler werden mit der 3D-Ansicht nicht viel anfangen können und werden sich am unterbrochenen Spielfluss ärgern.

Grafisch und akustisch bietet der Titel, was man von einem «Metroid»-Game erwartet: Abwechslungsreiche Optik, düstere Levels, riesige Anlagen mit Geheimnissen, bunt kuriose Gegner und ein atmosphärischer Space-Soundtrack mit gruseligen Untertönen, bei dem sich Fans sofort heimisch fühlen werden.

Fazit: Neuland und Altbewährtes
«Metroid: Other M» ist anders als die vielen Vorgänger. Optisch mag sich der Titel an den Klassikern orientieren, doch steuerungstechnisch betritt man Neuland. Die Vermischung von 2D- und 3D-Ansicht wird nicht jeden begeistern und der Wechsel bremst oft den ansonsten flüssigen Spielverlauf. Dennoch darf auch die neuste Version in keiner Metroid-Sammlung fehlen. Alleine die düstere Hintergrundgeschichte mit vielen Emotionen ist ein Kauf wert.

Positiv aufgefallen:
- Einblicke in Samus Vergangenheit
- Hübsche, emotionale Zwischensequenzen
- Abwechslungsreiche Optik
- Gewohnt packender Soundtrack
- Vielzahl von Angriffsmöglichkeiten
- Wie immer viele Waffen und Zusatzfunktionen

Negativ aufgefallen:
- Perspektivenwechsel hemmt den Spielfluss
- Wechsel von 2D zu 3D zu Beginn gewöhnungsbedürftig
- Optik der Zwischensequenzen zum Teil etwas schwammig

Spielspass: 8.5 von 10 Punkten

Erhältlich für Nintendo Wii
Freigegeben ab 16 Jahren
Stichwörter: Gamekritik

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