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«Lost Horizon»: Klicken und Spass haben

Exotische Schauplätze, knackige Rätsel und eine spannende Geschichte sorgen für ein faszinierendes Computerspiel, das an die simplen Abenteuer-Spiele der 90er Jahre erinnert.

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TEST VON SIMON DICK

Viele Kenner der Game-Szene behaupten, dass das «Point&Click»-Genre längst ausgestorben sei. In Zeiten, in denen hektische, actionlastige Videospiele für hohe Verkaufszahlen sorgen, erinnert ein kleines aber feines Abenteuer-Spiel auf dem PC an die etwas ruhigere Game-Vergangenheit. Denn in diesem Genre gibt es keine Zeitlimits und keine Actioneinlagen. Vielmehr muss der Spieler mit Köpfchen und Rätselknackerei in einem festgefahrenen Szenario die Lösung oder den Ausweg finden, um ins nächste Level zu gelangen. Dies geschieht alles durch die einfache Maussteuerung, indem man Objekte anklickt und verschiedene Aktionen ausführt.

Tibet und Nazis
«Lost Horizon» ist im Jahr 1936 angesiedelt: Der Pilot Fenton Paddock wurde unter fadenscheinigen Gründen aus der britischen Armee geworfen. Nun hält er sich mit Schmuggel und anderen Gaunereien über Wasser. Für eine riskante Rettungsaktion fliegt er eines Tages in die Berge Tibets, um seinen besten Freund Richard mitsamt seiner Expeditionstruppe zu retten. Das Dach der Welt soll den Eingang zum sagenhaften Reich Shambala verbergen, den auch die Nazi-Wissenschaftlerin Gräfin von Hagenhild fieberhaft sucht. Eine spannende Schnitzeljagd mit exotischen Schauplätzen beginnt.

Viel Retro-Charme
«Lost Horizon» ist ein Abenteuerspiel, das fesselt, zum Schmunzeln anregt und an die guten Abenteuer-Filme à la «Indiana Jones» erinnert. Die Story und Charaktere sind durchdacht und die simple Bedienung gepaart mit der konservativen aber liebevoll gestalteten Grafik bietet viel Nostalgieflair. Die Zwischensequenzen mit den wunderschön animierten Kurzfilmen treiben die Geschichte weiter voran. Da haben die «Geheimakte»-Macher aus Deutschland eine ganz feine Game-Perle kreiert, der man sich nur schwer entziehen kann.

Fazit: Nicht ausgestorben
Das «Point&Click»-Genre ist alles andere als ausgestorben. «Lost Horizon» beweist eindrücklich, dass man auch mit einem simplen Gameplay noch stundenlang an den Bildschirm gefesselt werden kann. Die liebevolle Grafik mit detaillierten Szenarien und die spannende Story werden vor allem Retroliebhaber begeistern. Wers jedoch schneller mag und mit dem Genre nachwievor nichts anfangen kann, wird auch diesen Titel links liegen lassen.

Positiv aufgefallen:
- Einfache Bedienung
- Spannende Geschichte
- Detaillierte Levels
- Kantige Charaktere
- Knackige Rätsel
- Rasante Zwischenanimationen
- Abenteuer-Spiel der alten Schule
- Viel Retrocharme

Negativ aufgefallen:
- Nichts für Genre-Hasser
- Etwas holprige Animationen
- Story-Elemente zum Teil geklaut

Spielspass: 8.5 von 10 Punkten

Erhältlich für PC
Freigegeben ab 12 Jahren

Stichwörter: Gamekritik

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