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Game-Review

«The Legend of Zelda: Skyward Sword»: Ein letztes Meisterwerk

Nach über vier Jahren Entwicklungszeit stürzt sich Held Link in ein brandneues Abenteuer und erlebt dabei eine epische, berührende Geschichte im beliebten Zelda-Universum.

Über den Wolken..

TEST VON SIMON DICK

«The Legend of Zelda» feiert in diesem Jahr den 25. Geburtstag. 1986 erblickte der kleine Held Link das erste Mal das Licht der digitalen Spielwelt in Japan und begeistert auf der Spielkonsole «NES» Millionen von Spielern. Es folgten beachtliche Fortsetzungen auf zahlreichen Nintendo-Konsolen und die Geschichte um Link und seine geliebte Prinzessin Zelda wurde weiter erzählt. Auch wenn die verschiedenen Spiele auf den ersten Blick keinen roten Faden besitzen, versichern doch die japanischen Entwickler immer wieder, dass es eine inoffizielle Timeline gibt, die alle Spiele miteinander verbindet.

Über den Wolken...
So hat denn auch der jüngste Titel seinen festen Platz auf der Zeitebene, genauer gesagt ganz am Anfang. Denn in «Skyward Sword» wird erzählt, wie alles begann und bietet das Fundament für das Meisterwerk «Ocarina of Time», das bis jetzt als bester Titel der Serie betrachtet wird und als eines der besten Videospiele aller Zeiten gilt. Die Geschichte beginnt auf einer friedlichen Wolkenstadt, wo Link und Zelda zusammen aufwachsen. Die Legende um ein sogenanntes Erdenreich, das unterhalb der dicken Wolkendecke existieren soll, macht die beiden neugierig. Nachdem Zelda plötzlich von einem Wirbelsturm erfasst wird und verschwindet, bekommt Link Besuch von einem Geisterwesen, das ihm ein magisches Schwert überreicht und ihm offenbart, dass er der Auserwählte sei, um Zelda zu retten. So begibt sich Link auf das unbekannte Erdenreich... und es beginnt eine epische Geschichte, die stundenlang an den Bildschirm fesselt.

Ich bin Link!
Wenn der Spieler zum ersten Mal ein Schwert in Besitz nimmt und mit der Wii-Bedienung seine ersten Kampf-Bewegungen vollzieht, welche punktgenau auf das Spiel übertragen werden, kommt Stimmung auf. Und dies ist nur der Beginn einer Reihe von ausgeklügelten Aktionen, die mit realistischen Bewegungen ausgeführt werden. Noch nie hat es sich so realistisch angefühlt einen Schwertkampf auszutragen, Pfeile abzuschiessen, Bomben zu werfen und fliegende Objekte herum zu dirigieren. Die Kämpfe, vor allem jene mit den Bossgegnern, gehören zu den dynamischsten Auseinandersetzungen, die man in einem Videospiel je gesehen hat sprich ausführen darf.

Wie ein Gemälde
Die Zelda-Titel gingen optisch schon immer eigene Wege und überraschten damit unzählige Spieler immer wieder. Auch im jüngsten Streich herrscht ein zunächst etwas eigenartiger Grafikstil, den man als sich bewegendes Ölgemälde beschreiben kann. Während die ersten Stunden auf der Wolkenwelt optisch noch etwas gewöhnungsbedürftig wirken, ändert sich der Eindruck auf dem Erdenreich schlagartig. Hier existieren viele verschiedene Farbtöne und Formen, die eine eigenwillige Flora und Fauna kreieren. Zwar wirken einige Texturen auch hier verwaschen, fallen aber nicht gross ins Gewicht. Grafikfetischisten werden aber dennoch schnell zu nörgeln beginnen, wenn Link nicht durch eine High Definition-Welt spaziert.

Berührende Momente
Wer bereits rund 20 Stunden in der neuen Zelda-Welt verbracht hat, ist nicht nur vom Ende noch weit entfernt, sondern kennt auch die vielen, vielen Nebenmissionen und auftauchende Charaktere noch nicht. Zudem warten zig Geheimnisse und Gegenstände in der wunderschönen Fantasiewelt auf Entdeckung. Die epische Geschichte läuft dabei immer flüssig und hat selten dramaturgische Durchhänger. Viele einzelne Schicksale müssen ausgestanden werden und der Spieler wird viele berührende Momente mit seinen Helden erleben.

Fazit: Rauf aufs Podest!
«Skyward Sword» ist eine Wucht: Der enorme Umfang, die tadellose Steuerung, die ans Herz wachsenden Charaktere und die dramatische Geschichte fesseln stundenlang an den Controller. Man mag gar nicht mehr aufhören, sich in der liebevollen Welt zu bewegen und das Abenteuer und die unzähligen Nebenmissionen zu bestreiten. Es gibt viele Aha-Momente und eindrückliche grafische Spielereien, die den Spieler immer wieder aufs Neue überraschen. Zwar wird es Spieler geben, die sich an den etwas verwaschenen Texturen stören und die fehlende Sprachausgabe bemängeln werden, aber das ist Kritik auf ganz hohem Niveau. Der neueste Streich darf zweifelsohne auf dem Podest neben «Ocarina of Time» Platz nehmen. Ein letztes Meisterwerk aus dem Hause Nintendo beglückt die Wii.
   
Positiv aufgefallen:
- Epische Geschichte, die berührt
- Enormer Umfang mit vielen Nebengeschichten
- Tadellose, innovative Steuerung
- Unkonventioneller Grafikstil
- Ausgezeichneter Soundtrack
- Vertraute Zelda-Soundeffekte
- Immer wieder neue Überraschungen für den Spieler
- Detaillierte Flora und Fauna
- «Four Swords» steht als kostenloser Jubiläums-Download zur Verfügung
- Special Edition enthält famose Soundtrack -CD

Negativ aufgefallen:
- Etwas verwaschene Texturen
- Fehlende Sprachausgabe

Spielspass: 9.5 von 10 Punkten

Erhältlich für Nintendo Wii
Freigegeben ab 12 Jahren

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