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Die «Forza Motorsport»-Reihe sorgt seit Jahren dafür, dass Auto-Träume wahr werden, zumindest virtuell. An der vierten Version wurde denn auch an der richtigen Stelle herum geschraubt. Noch mehr Autos, noch feinere Optik und überhaupt wurde an jeder einzelnen Spielidee nochmals herum getüftelt.
Grundgerüst bleibt dasselbe
Über 80 Autohersteller sind diesesmal mit an Bord und präsentieren über 500 ihrer Karren, die noch nie so realistisch ausgesehen haben. Zum Vergleich: Bei der letzten Version waren es ca. 400 Boliden. Auch bekannte Rennstrecken, darunter viele neue, stehen wieder zur Verfügung und können befahren werden. Wer in heissen Boliden Platz nehmen möchte, braucht im Karriere-Modus ein bisschen Geduld, denn die begehrten Flitzer muss man sich hart erkämpfen. Wer nicht um Punkte fahren möchte, findet aber auch jenseits der Karrieremöglichkeiten viele Gelegenheiten.
Eigener Club gründen
Neu lassen sich die Spielstände aus Teil drei importieren. Somit stehen nicht nur bereits freigeschaltete Karren, sondern auch Credits zur Verfügung. Auch der Community-Gedanke wurde forciert. So kann man seinen eigenen virtuellen Club gründen und zusammen mit Freunden die ergatterten Autos in einer Garage parken und diese nach Lust und Laune tunen. Jeder Spieler hat dann Zugriff auf die Vehikel. Online können sich bis zu 16 Rennpiloten messen. Auch witzige und eher weniger ernst gemeinte Minispiele haben es ins Spiel geschafft. So gilt es beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Kegeln auf der Fahrbahn zu treffen.
Atemberaubende Optik
Die Autos haben optisch nochmals einen Zahn zugelegt, bieten mit einer opulenten, detailverliebten Grafik und perfekter Ausleuchtung einen realistischen Genuss für die Augen. Das Schadensmodell wurde ebenfalls optisch überholt. Doch der Grafik-Teufel steckt im Detail: Plötzlich aufploppende Schäden an den Autos, etwas gar detailarme Menschenmassen am Rande der Rennstrecken und fehlende Flora und Fauna in der Umgebung trüben zwar etwas den Gesamteindruck, werden aber kaum bis gar nicht vom Spieler wahrgenommen, der sich auf die Rennen konzentrieren muss und die Augen sowieso nicht von den heissen Karren weglassen kann.
Aufgezwungener Zusatz
Auch Microsofts Bewegungssteuerung Kinect kommt zum Zuge, verharrt aber als blosse digitale Spielerei im Hintergrund. So kann man in einem virtuellen Showroom um den Karren herumlaufen und wenn man in die Hocke geht, darf man Details betrachten. Auch im Menu kann man mit Handbewegungen navigieren. Ein netter Zusatz, der aber etwas aufgezwungen wirkt.
«Wireless Speed Wheel»
Wer noch mehr Realismus beim Spielen wünscht, sollte einmal mit dem «Wireless Speed Wheel» liebäugeln, das am 14. Oktober ebenfalls angeboten wird. Das kabellose Speed Wheel wurde robust verarbeitet und liegt perfekt in der Hand. Sowohl kleine als auch grosse Hände können damit steuern und die Autos punktgenau um die Kurven navigieren. Präzise Manöver sind mit diesem Zusatztool, das natürlich auch eine Vibrationsfunktion besitzt, kein Problem. Aber auch wie bei jedem Controller, den man vor seinem Körper in der Luft halten muss, werden hier schnell einmal die Arme stark strapaziert und Muskelkater wird dann keine Seltenheit.
Fazit: Ein neuer Traum für Genre-Liebhaber
Unglaublich, welche Grafikbombe «Forza Motorsport 4» geworden ist. Auch die perfekte Balance zwischen Arcade-Racer und Simulationstitel entzückt sowohl Gelegenheitsspieler als auch Rennprofis. Somit überflügelt der jüngste Streich nicht nur den Vorgänger, sondern überholt auch die Konkurrenz dank Traumoptik und riesigem Umfang. Wer einen Top-Racer sucht, sollte sich den 14. Oktober im Kalender dick anstreichen.
Positiv aufgefallen:
- Atemberaubende Grafikbombe
- Über 500 detaillierte Lizenzautos
- Perfekte Fahrphysik
- Neue Community-Inhalte
- Viele Originalrennstrecken
- Toller Online-Mehrspielermodus
- Witzige Minispiele
- Passender Soundtrack zum Rennspielerlebnis
- Gut funktionierendes Speed-Wheel
Negativ aufgefallen:
- Aufgesetzte Kinect-Funktionen
- Aufploppende Schäden an den Wagen
- Tristes Leben abseits der Rennstrecken
Spielspass: 9 von 10 Punkten
Erhältlich für Xbox 360
Freigegeben ab 3 Jahren
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