
(sd) Ein Mii ist eine individuelle Spielfigur, sozusagen das virtuelle Ich eines Nintendo-Fans, das er auf der TV-Konsole Wii - und seit neuestem auch auf dem tragbaren Nintendo 3DS - selbst kreieren kann. Das Ergebnis der „Volkszählung“: In Europa erblickten bis Ende 2011 allein auf Wii mehr als 73 Millionen Mii-Charaktere das Licht der Videospiel-Welt. Ihre Population übersteigt damit die von Frankreich, Großbritannien oder Italien und ist größer als die von Spanien und den Niederlanden zusammengenommen.
Weltweit zählt Nintendo inzwischen sogar 213,8 Millionen Mii in seinen zehn größten Märkten, also in den USA, Japan, Australien, Korea und den genannten Ländern Europas. Das heißt: Würden die Mii einen Staat bilden, wäre er gemessen an der Bevölkerung der fünftgrößte der Welt, noch vor Brasilien, Nigeria und Pakistan. Und würden die europäischen Mii ein Land bilden, wäre es gleich nach Deutschland das zweitgrößte Land Europas.
Diese Zahlen sind die Folgen einer virtuellen Bevölkerungsexplosion. Denn Wii gibt es erst seit genau 5 Jahren, seit Dezember 2006. Bis heute hat sich die bewegungsgesteuerte Konsole mehr als 89,36 Millionen Mal verkauft. Die Geschlechterverteilung in der europäischen Mii-Bevölkerung entspricht in etwa der in der realen Welt: 37,2 Millionen Mii sind männlich, 36,1 Millionen weiblich. In einigen Ländern überwiegen die weiblichen Charaktere, so in Spanien mit 52 Prozent oder in Großbritannien und den Niederlanden mit jeweils 51 Prozent.
- Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden oder Registrieren.

