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«Dragon Quest 9: Hüter des Himmels»: Ein Engel auf Erden

Im neusten Abenteuer-Titel aus der bekannten Rollenspielreihe aus Japan mischen sich Himmelsgestalten unter die Menschen, um deren Schicksal in die richtige Bahn zu lenken.

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TEST VON SIMON DICK

Die Dragon Quest-Reihe ist bekannt für ihre aussergewöhnlichen Geschichten mit viel Liebe zum Detail und ausgefallenen Charakteren. So ist auch der neuste Streich kurios und für Nichtkenner äusserst seltsam: Wesen mit Engelsflügen bevölkern eine Stadt im Himmel und begeben sich regelmässig auf Erden, um Menschen dort zu beschützen und zu unterstützen. Haben die Wesen Gutes vollbracht, erhalten sie besonders wertvolle Kristalle, welche in eine Wolkenstadt gebracht werden, wo sie einem uralten, magischen Baum geopfert werden.

Früchte zerbrechen
Der Sage nach soll eines Tages der Baum mit mysteriösen Früchten in vollem Glanz erstrahlen und die Himmelsbewohner sollen mit einem goldenen Zug in die Ewigkeit gebracht werden. Als dieser Tag endlich gekommen zu sein scheint, wird jedoch alles anders: Eine finstere Macht übernimmt das Zepter, die magischen Früchte zerbrechen und die Engel werden auf die Erde geschickt, wo sie ab sofort in Menschengestalt das Böse bekämpfen.

Angriff und Verteidigung
Nun gilt es ein kleines Team zu formieren. Wie im Rollenspiel üblich, zieht man mit allen Charakteren von Szenerie zu Szenerie, unterhält sich mit den Menschen, löst kleine Missionen und Rätsel und zieht in den Kampf, der rundenbasiert abläuft. Dies bedeutet, dass vor jedem Kampfschritt ausgewählt wird, ob man die Kreatur angreift, ob man sich verteidigt oder einen Zauberspruch loslässt. Hat man kleinere Gegner schnell besiegt, braucht es bei grossen Brocken schon eine gute Portion Strategie. Doch der Schwierigkeitsgrad ist auch für Anfänger angenehm und selten kommen Frustmomente auf.

Fazit: Für Kulleraugen-Fans
Freunde von japanischen Rollenspielen kommen voll auf ihre Kosten: Eine epische Geschichte mit viel Charme und Gefühlen, eine Kulleraugen-Grafik mit vielen Details, eine simple Steuerung und eine Vielzahl von Geheimnissen halten lange bei der Stange. Aber die sich stets wiederholende kindliche Musik im Hintergrund sorgt für Nervenflattern.

Positiv aufgefallen:
- Liebevoll gestaltete Umgebungen
- Schön schräge Geschichte
- Steuerung per Digikreuz oder Stylus
- Inhalt mit viel Charme und Liebe
- Angenehmer Schwierigkeitsgrad

Negativ aufgefallen:
- Nur für Japano-Fans
- Nervende Hintergrundmusik
- Geschichte zieht sich etwas in die Länge

Spielspass: 8 von 10 Punkten

Erhältlich für Nintendo DS
Freigegeben ab 6 Jahren
Stichwörter: Gamekritik

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