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Game-Review

«Assassin’s Creed: Revelations»: Ein würdiger Abschluss

Der Kampf zwischen Assassinen und Templern geht in die nächste Runde. Der ergraute Ezio Auditore beginnt seine letzte Abenteuerreise und beantwortet endlich viele Fragen. NEU MIT WETTBEWERB

Bilder: zvg

TEST VON SIMON DICK

Nach dem offenen und ziemlich verwirrenden Ende von «Brotherhood» verlangten die Fans Antworten. Denn viel zu viele Fragen haben sich im Verlaufe des Abenteuers angehäuft und die Spieler wurden am Ende regelrecht mit herunter gelassenen Hosen stehen gelassen.

Familienbande und Maschinen-Koller
Schauplatz ist diesesmal Istanbul. Gesucht werden sieben Schlüssel, die benötigt werden, eine geheimnisvolle Türe zu öffnen. Dahinter verbirgt sich in einer Abtei angeblich ein grosser Schatz. Mit diesem Artefakt soll der ewige Konflikt zwischen Assassinen und den Templern beendet werden. Hauptcharakter ist eigentlich Ezios Nachfahre Desmond Miles, der in der Animus-Maschine festsitzt. Diese Maschine dient in der Gegenwart dazu alte Erinnerungen der Vorfahren aktiv zu erleben. Seit dem letzten Ausflug ist aber etwas schief gelaufen und Desmond sitzt nun in einer geistigen Parallelwelt fest. Nun muss er nochmals in den Erinnerungen graben und schlüpft dabei auch in die Rolle von Altaïr, ein noch entfernterer Verwandter, der im ersten Teil meucheln musste.

Klettern wie bei Muttern
Istanbul ist riesig, lebendig und strotzt vor Details. An jeder Ecke kann man etwas entdecken und es macht Spass ziellos durch die Gassen zu schlendern. Aber schnell erkennt das geschulte Auge die veraltete Technik. Das Gameplay hat sich so gut wie nicht verändert. Dafür fühlt man sich sehr schnell heimisch und klettert an Häuserwänden empor und rennt über Dächer wie eh und je. Neu besitzt der Assassine einen Greifhaken, mit dem er sich heroisch an Wäscheleinen hangeln und stylisch über Häuserdächern bewegen kann. Zudem darf Ezio jetzt auch mit Bomben um sich werfen und diese strategisch platzieren, um somit Feinde aus der Ferne zu erledigen.

Fehlplatzierte Inhalte
Bei bevorstehenden Grossangriffen der Templer, bei denen meistens ein bestimmtes Territorium von feindlichen Truppen eingenommen werden muss, wechselt das Spiel in eine strategische Übersicht. Dort müssen dann alle Assassinen-Helfer auf Häuserdächer oder anderen strategisch wichtigen Punkten platziert werden, um die Invasion zu stoppen und die Gegnerwelle heil zu überstehen. Diese hektischen Situationen passen gar nicht ins Spiel und wirken ziemlich fehl am Platz. Man wird regelrecht aus dem Spielfuss herausgerissen, wenn solche strategische Inhalte plötzlich auftauchen.

Fazit: Vorgänger ausschlachten
«Revelations» spielt sich genau wie die Vorgänger und funktioniert auch mit derselben Technik, was man dem Titel auch ansieht: Was vor Jahren Spieler zum Staunen brachte, wirkt heute nicht mehr zeitgemäss. Plötzlich auftauchende Gegenstände oder Bäume, Ruckler und fade, sich immer wiederholende Gesichtsanimationen wirken veraltet. Ezio ist auch älter geworden, aber er ist immer noch gut in Form und durchlebt ein neues Abenteuer voller Überraschungen, das zu einem befriedigenden Ende kommt und die Serie würdig abschliesst. Bei einer neuen, richtigen Fortsetzung müssen sich die Entwickler aber so einiges einfallen lassen und nicht nur das Grundgerüst der Vorgänger hemmungslos ausschlachten.

Positiv aufgefallen:
- Würdiger Abschluss einer Serie
- Neue Fähigkeiten und Gadgets
- Riesige, lebendige Stadt
- Schicke Zwischensequenzen
- Spannende Geschichte, die endlich Fragen beantwortet
- Viele, viele Nebenmissionen
- Wieder ein famoser Soundtrack

Negativ aufgefallen:
- Veraltete Technik
- Aufgesetzte Strategie-Abschnitte
- Langweilige Gesichtsanimationen
- Viele integrierte Klon-Figuren
- Keine wirkliche Fortsetzung
- Ausschlachtung einer Serie

Spielspass: 8 von 10 Punkten

Erhältlich für Playstation 3 (getestet), Xbox 360 und PC
Freigegeben ab 18 Jahren

WETTBEWERB:

Die Game-Redaktion verlost je ein Exemplar für die Xbox 360 und PS3. Dazu gibt es tolle Goodies zu gewinnen. Falls Sie ein Exemplar haben möchten, schicken Sie eine Email mit dem Stichwort "Assassins" an internet@bielertagblatt.ch. Vorname, Name und genaue Adresse nicht vergessen. Zudem brauchen wir einen Altersnachweis. Viel Glück!

 

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