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Game-Review

«Anarchy Reigns»: Blutleere Klopperei

In einer apokalyptischen Welt kloppt sich der Spieler in der Rolle von Muskelpaketen durch eine Vielzahl von stumpf agierenden Gegnern.

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REVIEW VON SIMON DICK

Wer zu Beginn die Erwartungen runter schraubt und auf eine superschicke Grafik verzichten kann, wird mit der chaotischen Zukunftsschlägerei durchaus warm. Die erzählte Geschichte dümpelt zwischen Einfallslosigkeit und Standard und versucht nicht einmal Originalität vorzugaukeln. Irgendwie stehen sich zwei verfeindete Lager gegenüber, irgendwie hatten die schon in der Vergangenheit miteinander zu tun und irgendwie hauen die sich jetzt gegenseitig aufs Maul.

Klon folgt auf Klon
Der Spieler schlüpft also in ein muskelbepacktes Etwas und haut jedes Mitglied einer Strassengang, die allesamt dieselben Klamotten tragen müssen, zu Boden. Während diese Klone mit Innbrunst immer wieder in die offene Faust rennen, sorgen die etwas grösseren und vor allem härteren Brocken für eine zünftige Herausforderung. Denn da ist taktisches Vorgehen gefragt, wenn die ganz üblen Kerle auftauchen.

Fazit: Mal die Sau rauslassen
Ja, anfangs hat man seinen Spass mit diesem chaotischen Prügler, der so stumpfsinnig, so blutleer und lieblos daherkommt, dass man abschalten kann und für ein paar Minuten oder einige Stündchen einfach mal die digitale Sau rauslassen kann. Doch dann wirds harzig. Man vermisst eine gute Geschichte, ein ausgefeiltes Kampfsystem und eine sexy Präsentation. Für ein Beat'em'Up-Quicky reicht es aber allemal.

Positiv aufgefallen:

  • Kurzweiliger Prügelspass zu Beginn
  • Eingängige Steuerung
  • Passender Beat zum Kampfgeschehen
  • Ordentlicher Multiplayer-Part


Negativ aufgefallen:

  • Kein ausgefeiltes Kampfsystem
  • Hässliche, matschige Grafik
  • Langweilige Haudegen
  • Geschichte motiviert nicht
  • Nur für die absoluten Genrefans geeignet


Spielspass: 5.5 von 10 Punkten

Erhältlich für Xbox 360 (getestet) und PS3
Freigegeben ab 18 Jahren

 

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