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Nachhallender Desert Blues

Der 12-minütige Titelsong heisst nicht von ungefähr «Shouka», auf Deutsch «Dorn, Stachel».

(er) Er rankt sich um eine Rede des spanischen Sozialistenführers Felipe González, die er 1976 in einem algerischen Flüchtlingscamp hielt, anlässlich der Ausrufung der westafrikanischen «Demokratischen Arabischen Republik Sahara». Die 52-jährige Interpretin Mariem Hassan gilt als musikalische Botschafterin von 180 000 Saharaouis, von Flüchtlingen des seit über 30 Jahren schwelenden Westsahara-Konflikts. Für deren Schmerz und Sehnsucht stehen ihre im arabischen Dialekt Hassaniya im Call-and-Response von guttural jauchzenden Frauenstimmen vorgetragenen Liedern. Dazu stellen sich herbe Gitarrenriffs, groovige Basslines, melodische Spuren der Ney-Flöte, rhythmisches Handclapping und dezent gesetzte Perkussionsbeats. Dieser Desert Blues hallt in unseren Ohren nach.

Info: Mariem Hassan: «Shouka» (Nubenegra/Internet)
Stichwörter: CD-Tipp

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