
tg. Ihre Band heisst Lili Yellow, und mit dieser veröffentlicht sie ihr Solo-Debütalbum «Yes I Say No». Es ist ein höchst faszinierendes, im besten Sinne zeitgenössisches Album, das trotz eigenständiger, bisweilen gar eigenbrötlerischer Arrangements keineswegs unzugänglich ist - zumindest nicht für offene Ohren, denn ein Stück wie «I'm Sorry» klingt durchaus etwas obskur. Eine Schubladisierung ist schwerlich vorzunehmen und von der Künstlerin auch gar nicht gewünscht - elektronische Basteleien, soulige Stimmen, flotter Pop (etwa in «On & On») oder an den Trip-Hop erinnernde Beats finden gleichberechtigt Platz unter dem weit gespannten Klangdach. Gelungen!
Lili Yellow: «Yes I Say No» (Equipe Music/Irascible). Plattentaufe am 4. März in der Turnhalle Progr, Bern.
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