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Ein Höhepunkt – und das wars

«Infinite Arms» beginnt sanft wie eine mütterliche Umarmung. Ein Himmel voller Streicher liegt über «Factory». Ein Song, so schön, gut und einfach, dass er kein Kitsch sein kann.

Bild: zvg
(lin) Das war er leider auch schon, der Höhepunkt. Lieder zwei und drei rocken noch angenehm melodiös nach vorne, dann gehts bergab. Verglichen mit «Everything All The Time» (2006) und «Cease To Begin» (2007) ist «Infinite Arms» enttäuschend. Die Musik geht weg vom Indierock hin zu Roots, Americana und countryesker Balladerei. Dagegen ist nichts einzuwenden, erstmal. Das gab es auch auf den beiden ersten Platten. Nur dümpeln die Lieder hier derart unmotiviert vor sich hin, dass es den Fan schmerzt. Es klingt immer noch schön, wie sich Ben Bridwells Stimme im Hall ausweitet, wie die Gitarren hell funkeln. Abgesehen von «Factory» sind die Lieder jedoch beliebig, auswechselbar, langweilig. Es tritt auf der Stelle. Die langsamen Stücke sind kaum voneinander zu unterscheiden.

Getrost kann man bei den ersten beiden Alben bleiben. Die sind sehr, sehr gut, das muss betont sein. Ehrlich, direkt, gefühlvoll, mitten ins Herz – das wäre sie doch, die Band of Horses. Was ist passiert?

INFO: Band of Horses: «Infinite Arms» (Brown Records/Columbia)
Stichwörter: CD-Tipp

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