
tg. Ein lauter Knall ist aber zweifellos auch das selbstbetitelte Debütalbum, das eigentlich bereits letzten September das Licht der Welt erblickte, aber jetzt mit einem Label und Vertrieb im Rücken offiziell veröffentlicht und getauft wird. Um den Kern der Brüder Remo und Patrick Häberli ist hier eine Formation entstanden, für die Rockmusik und Komplexität wahrlich keine Gegensätze sind. Einschlägige e verorten die Band unter «Progressive/ Hardcore», und bisweilen klingt sie tatsächlich sehr hart. Ebenso ist das Debütalbum aber auch vielfältig, melodiös. Während einzelne Stellen allzu konstruiert wirken (etwa die Dissonanzen im Song «Epidemic»), ist das Quintett dort am besten, wo es die Lust auf Pathos und Wucht ungeniert auslebt («Dim») oder in seiner Verspieltheit an System of a Down erinnert, ohne deren Geschwindigkeitsmanie zu verfallen («Future TEM»). Einzig das kitschige Outro «Compound» mit Klavier, Streichern und Bläsern wirkt irritierend auf diesem gelungenen Werk.
PostHumanBigBang: (Subversiv Records/Irascible). Plattentaufe am 24. Februar im ISC, Bern.
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