
(bmb) So einiges läuft derzeit beim EHC-Biel parallel. Vieles auch in personeller Hinsicht. Was die aktuelle Saison betrifft, gibt es eine gute Neuigkeit: Kevin Gloor ist zurück und wird am Freitag gegen Freiburg-Gottéron erstmals seit dem zweiten Saisonspiel in Bern antreten. Damals legte er sich «flach», als Ivo Rüthemann abzog. Der scharf geschossene Puck traf den Bieler Center an der Kniescheibe. Es folgten eine Operation und eine lange Aufbauphase. Jetzt scheint der Aargauer bereit, ins Geschehen eingreifen zu können.
Diesbezüglich sieht es bei Thomas Wellinger eher schlecht aus. Ebenfalls in Bern, am letzten Sonntag, traf ihn ein Puck am Fuss. Inzwischen wurde eine Röntgenaufnahme gemacht. «Die zeigt auf, dass da was ist», sagt Daniel Villard zurückhaltend. Mehr weiss der EHC Biel heute, wenn die gestern Abend gemachten MRI-Aufnahmen von den Ärzten analysiert werden. «Ein Ausfall würde uns schwer treffen», fährt Villard fort. Er wolle aber erst einmal den Befund und die mögliche Auszeit abwarten. Er könne im Moment nur hoffen, dass keine Operation nötig wird. Ob danach auf dem Markt gehandelt wird? Villard zählt darauf, dass Martin Steinegger zurückkehrt. Dies ist aber trotz Aufnahme des Trainings auch erst in zwei bis drei Wochen vorgesehen.
Zigerli verlässt Biel
Sind in der Planung für diese Saison auch die B-Lizenzen und der sechste Ausländer, ein Stürmer, zu berücksichtigen (bis Ende Januar muss dies klar sein), plant der EHC Biel auch die nächste Saison. Da gibt es aktuell den Abgang von Manuel Zigerli zu vermelden. «Es war ein beidseitiger Entscheid, und er muss ja nicht auf ewig sein», hält das Bieler Eigengewächs fest, das gestern Abend mit einer B-Lizenz mit dem HC Ajoie gegen Lausanne antrat. Was seine Zukunft betrifft, möchte er bis in sechs Wochen Klarheit. «Es gibt einige Optionen, aber noch keine Klarheit», sagt der 22-jährige Flügelstürmer. Habe er die Wahl und das Gesamtpaket stimme, würde er sich für einen A-Klub entscheiden. Und dann könne er feststellen, «ob es an mir liegt oder auch daran, dass halt Kevin Schläpfer nicht auf mich gesetzt hat».
Acht Fragezeichen
Dass zum jetzigen Zeitpunkt die nächste Saison geplant wird, mag viele erstaunen. Aber nicht wirklich. «Es gehört zu diesem Business und alle haben sich daran gewöhnt. Das hat keine Auswirkungen auf diese vorentscheidende Phase», spricht Daniel Villard aus seiner inzwischen vierjährigen NLA-Erfahrung. Trotzdem hat er demnächst mit seinem Team Entscheide zu fällen: In der Verteidigung stehen Fröhlicher und Grieder zur Debatte (Villard: «Es gibt schon einige junge Spieler, die wir verpflichten könnten.»), im Sturm Captain Tschantré und Truttmann. Mathieu Tschantré hat inzwischen ein konkretes Angebot. «Der Ball liegt jetzt bei ihm», so Villard.
Bordeleau vor Abgang
Von den derzeit fünf Ausländern deutet einiges auf die eine oder andere Änderung hin. Biel wartet ab. Unlängst hat Sébastien Bordeleau öffentlich gemacht, dass es ihn mit seiner Familie nach Montral zieht, «weil dort meine Ehefrau eine gute Stelle in einem Spital annehmen könnte» (im «Bund»). Bordeleau ist seit letzter Woche erneut krank und muss wie in dieser Saison auch schon Antibiotika zu sich nehmen.
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