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EHC Biel

Schläpfer ist nicht der Einzige: Auch Arno Del Curto wurde als Nationaltrainer angefragt

Für die EHC Biel-Verantwortlichen ist klar: bei einem anderen Klub hätte der Verband so etwas nicht getan. Doch jetzt kommt aus: Auch Arno Del Curto erhielt eine Verbandsanfrage ohne das Wissen des HCD.

Arno Del Curto. copyright: keystone

An der Medienkonferenz vom Donnerstag hat der EHC Biel nicht nur deutlich gemacht, dass man Kevin Schläpfer nicht ziehen lassen will, der Klub hat auch klar kommuniziert, wie gross der Ärger über Swiss Ice Hockey ist. Manager Daniel sagte, man sei geschockt über das Vorgehen des Verbandes. Und VR-Präsident Andreas Blank meinte, ein solches Vorgehen sei bei Clubs wie Bern oder Davos nicht vorstellbar gewesen. „Sie haben sich gedacht, mit Biel kann man das ja machen“, so Blank an der Medienkonferenz.


Bei Davos nicht denkbar? Die „NZZ“ hat den Club kontaktiert und berichtet in der Freitagsausgabe, dass sich auch HCD-Präsident Gaudenz Domenig befremdet über das Vorgehen des Verbandes zeige. Und weiter: „Er ist in einer ähnlichen Situation. Gemäss Domenig hat Raffainer (der Nationalmannschafts-Direktor Raeto Raffainer) ohne das Wissen des HCD auch mit Arno Del Curto Kontakt aufgenommen. Der aber habe die Avancen sofort zurückgewiesen.“ Domenig wird zitiert: „Wenn Biel an der nächsten Nationalliga-Versammlung eine Resolution einbringt, um ein solches Vorgehen künftig zu unterbinden, dann werde ich diese unterstützen.“

Unsere Kollegen von Radio Canal 3 haben Andreas Blank auf die Aussagen in der „NZZ“ angesprochen. Darauf sagte dieser: „Ich bin erstaunt, dass das in Davos auch passiert ist und der Klub diese Sachlage nicht offen gelegt hat.“

Trotzdem zeigt sich Blank überzeugt, dass der Verband dies bei einem SC Bern nicht getan hätte und sagt richtigerweise, dass sich Davos und Biel nicht in derselben Ausgangslage befinden. Schläpfer hat einen Vertrag bis zur Saison 17/18, Arno Del Curtos Vertrag mit dem HC Davos läuft Ende Saison aus. „Das ist ein zentraler Unterschied“, so Blank. „Hätte Kevin Schläpfer einen auslaufenden Vertrag mit uns, wäre das Angebot der Nationalmannschaft auf Ende Saison legitim.“

Dass Davos die Bieler bei einer Resolution in der Nationalliga-Versammlung unterstützen würde, freut VR-Präsident Blank natürlich. Doch soweit, hofft er, soll es gar nicht kommen. Man wolle das bilaterale Gespräch mit dem Verband suchen. „Doch wenn keine Einsicht da ist und sie zum Beispiel Kevin Schläpfer wieder angehen würden, wenn es bei uns sportlich nicht gut läuft, dann müssten wir vor die Ligaversammlung.“ pam

Das ganze Interview mit VR-Präsient Andreas Blank wird heute Freitag zwischen 17 und 17.30 Uhr im Canal 3-Hockeyclub ausgestrahlt.
 

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