
(fri) Am vergangenen Donnerstag im HS-Biel-Training passierte es. Goalie Patrick Murbach wehrte einen Ball ab und prallte dabei unglücklich gegen den Torpfosten. Die spätere Diagnose ergab, dass ein Band am kleinen Finger der linken Hand gerissen war. Somit stand dem HS Biel am vergangenen Samstag in Schaffhausen mit Mischa Oesch nur noch ein Torhüter zur Verfügung. Eine Lösung lag auf der Hand. Der frühere Bieler Topgoalie Timo Heiniger, der im vergangenen Sommer nach vier NLA-Saisons mit dem BSV Bern Muri zurückgetreten war, gibt am kommenden Samstag gegen Arbon überraschend sein Comeback.
Beruflich stark ausgelastet
Heiniger selber will seinem Stammverein keine falschen Hoffnungen machen und spricht von einer zeitlich eng beschränkten Rückkehr. «Ich bin beruflich zu stark ausgelastet, um regelmässig trainieren und spielen zu können», sagt der 25-jährige Täuffeler. Dazu kommt, dass er am 21. Februar an der Technikerschule in Zürich mit dem berufsbegleitenden Studium der Innenarchitektur beginnt. Beim HS Biel zeigt man sich glücklich darüber, dass Heiniger zunächst mal für ein Spiel einspringen wird. «Obwohl Timo im Fitnessbereich verständlicherweise Defizite hat, kann er uns mit seiner Routine und Erfahrung weiterhelfen», sagt Trainer Jens Friesecke. «Das heisst nicht, dass Mischa Oesch seinen Platz im Tor räumen muss. Mit Timo haben wir nun aber mehr Möglichkeiten, um im entscheidenden Moment zu reagieren und Mischa zu entlasten.»
Bruderpaar wieder vereint
Am Montagabend stand der frühere Schweizer Junioren-Nationalgoalie erstmals nach vielen Monaten wieder im Tor. «Ich habe Muskelkater», meint er zum Training. «Ich habe zwar in meiner Freizeit weiterhin Sport getrieben, bin mir aber die explosiven Bewegungen als Handballtorhüter nicht mehr gewöhnt.» Es habe allemal Spass gemacht, die alten Kollegen wieder zu sehen. Dabei musste er unter anderem Würfe seines Bruders Florian Heiniger parieren. Am kommenden Samstag gilt es ernst. Der HS Biel empfängt einen direkten Konkurrenten am unteren Strich. «Ich freue mich sehr darauf und bin topmotiviert», sagt Heiniger zu seinem Einsatz. Er wolle dem Team gegen Arbon helfen, wenn auch zunächst nur von der Ersatzbank aus. «Ich will Mischa Oesch mit Tipps unterstützen und ihm Sicherheit geben.»
Murbach bis zwei Monate out
Falls es dann die Situation erfordere, werde er selber zwischen den Pfosten sein Bestes geben. So, wie er es in weit über hundert NLA-und Europacupspielen mit dem BSV Bern immer getan hat. Ob Heiniger auch eine Woche später im Auswärtsspiel gegen Zofingen wieder helfen kann, ist derzeit offen. Zumal der Seeländer jeweils samstags arbeitet. Nötig hätte es jedenfalls der HS Biel, weil Murbach bis zwei Monate ausfallen könnte. Die Bieler wollen noch eine ärztliche Zweitmeinung einholen und hoffen, mit Rückkehrer Timo Heiniger eine längerfristige Lösung zu finden.
Info: Samstag, 11. Februar, 17 Uhr, Esplanade-Halle: HS Biel - HC Arbon.
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