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Sportler des Jahres

Die Wahl ist eröffnet

Seeländer und Bernjurassische Athleten haben auch im vergangenen Jahr in verschiedenen Sportarten Erfolge gefeiert. Welche beeindrucken am meisten? Die BT-Leser können ab heute bis zum 21. Januar abstimmen.

Wer holt die goldene Statue? Verschiedene Seeländer Sportler zeigten 2016 herausragende Leistungen. Archivbild: Adrian Streun/Bieler Tagblatt

Michael Lehmann

Bei der Wahl der besten Sportler aus dem Seeland und dem Berner Jura stehen 2016 die Chancen gut, dass es zu einigen Premierensiegen kommen könnte. Bei den Frauen hat es Seriensiegerin Nina Kläy nicht in die Vorauswahl geschafft. Die Taekwondo-Kämpferin, die viermal in Folge die Trophäe zur Seeländer Sportlerin des Jahres entgegennehmen durfte, hat heuer einen Exploit verpasst.

Besser lief es den sechs Nominierten. Nicole Büchler blickt beispielsweise auf das erfolgreichste Jahr ihrer Karriere zurück. Die 33-jährige Stabhochspringerin verbesserte sowohl in der Halle als auch im Freien ihre Schweizer Rekorde und sprang an den Olympischen Spielen auf den sechsten Rang, obwohl sie mit einer Verletzung kämpfte. Die zweite nominierte Olympionikin ist Nadine Zumkehr. Die Beachvolleyballerin zeigte zum Abschluss ihrer Karriere nochmals eine starke Saison. Auf das bittere Scheitern im Viertelfinal in Rio folgte der Silbergewinn beim Saisonfinal in Toronto.

Knapp nicht für Rio qualifiziert hat sich Xenia Knoll. Dafür schaffte es die Doppelspezialistin an drei Grand-Slam-Turnieren ins Hauptfeld. Mit Martina Kocher und Christine Urech stehen zudem zwei Weltmeisterinnen zur Wahl, die ihre Erfolge zu Beginn des Jahres feierten. Kocher holte im Januar überraschend WM-Gold im Rodel-Sprint und Urech feierte zwei Monate später ihren zweiten Weltmeistertitel mit dem Flimser Curlingteam. Eher mit Aussenseiterchancen startet Laura Unternährer. Doch auch die Erfolge der Volleyballerin sind beachtlich. Sie gewann mit Voléro Zürich zum fünften Mal in Folge das Double und war dabei die beste Skorerin ihres Teams.

Neue Konkurrenz für Jani

Bei den Männern schaffte es nur einer der letztjährigen Nominierten erneut in die Vorauswahl. Mit dem Sieg beim legendären 24-Stunden-Rennen in Le Mans hat Neel Jani dies jedoch absolut verdient. Der Gewinn des Langstrecken-Weltmeistertitels war der krönende Abschluss der starken Saison des Jensers. Er bekommt es unter anderem mit jemandem zu tun, der 2014 bereits zum besten Seeländer Sportler ausgezeichnet wurde: Florian Gnägi. Dem Schwinger aus Aarberg blieb heuer der ganz grosse Coup verwehrt. Am Eidgenössichen wurde der Sieger des Seeländischen Schwingfests von Verletzungen gestoppt.

Der Gewichtheber Dimitri Lab darf sich seit letztem Jahr Weltmeister nennen. Der 51-Jährige holte sich Gold in der Kategorie der 50- bis 54-Jährigen unter 77 Kilogramm. Mit Fabian Rüfli steht auch ein klassischer Mannschaftssportler in der Vorauswahl. Seit der Stürmer 2013 mit den Biel Skater in die höchste Inlinehockey-Liga aufgestiegen ist, holte er sich immer die Topsniper-Krone. Auch in der letzten Saison sammelte niemand mehr Skorerpunkte als der Bieler.

Ebenfalls überzeugt haben Jan Pyott und Jonathan Rossé. Ersterer als Sieger des Biennathlons und des Triathlons in Neuenstadt, letzterer als Schweizer Meister und EM-Silber-Gewinner im Motocross.

Zwei Frauen gegen vier Männer

Sowohl Simona Aebersold als auch Caroline Agnou standen in den letzten vier Jahren jeweils zur Wahl der besten Nachwuchssportler. Gewonnen haben sie jedoch nie. Vielleicht klappt es in diesem Jahr, denn beide feiert en gleich einen dreifachen Goldgewinn. Aebersold an der OL-Junioren-WM, Agnou an der U23-Schweizer-Meisterschaft.

Vier junge Männer wollen den beiden Frauen den Titel streitig machen. Luca Micheli gewann auf dem Mountainbike einmal mehr den Garmin-Cup und der 16-jährige Damien Wenger konnte auf der tiefsten Tennis-Profi-Stufe (ITF) bereits drei Einzelsiege bejubeln. Für den Sportkletterer Dimitri Vogt lohnte sich die Reise in den fernen Osten. An der Junioren-WM in China erklomm die Kletterwand kaum jemand schneller als der Worbener. Am Ende reichte es für Bronze.

Wiederum schaffte es auch ein Mannschaftssportler unter die Nominierten. Der Fussballer Cédric Zesiger aus Ins wagte im August den Wechsel zum Super-Ligisten GC und stand bereits einige Male in der Startelf.

Mehrere Mannschafts-Meister

Vier Schweizer Meister stehen bei den Teams zur Wahl. Der Rollhockeyclub Diessbach, die Korbballer des Turnvereins Pieterlen, der Inlinehockeyclub Biel Seelanders sowie das Magglinger Kanu-Bruderpaar Lukas und Simon Werro durften sich allesamt über den nationalen Titel freuen. Letztere unterboten gar die olympische Limite und vertraten die Schweiz in Rio. Die Verteidigung des Meistertitels hat der Kleinfeld-Unihockeyclub Kappelen hingegen verpasst. Die  Seeländer mussten im Playoff-Halbfinal die Segel streichen. Immerhin reichte es 2016 zum erstmaligen Cupsieg.

Das Karatedo Lyss/Aarberg zeigte sich an den Schweizer Meisterschaften traditionell stark. 29 Medaillen nahmen die Seeländer Kampfsportler nach Hause. So viel wie kein anderes Dojo.

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Die Nominierten

Männer:
1 Florian Gnägi (Schwingen)
2 Neel Jani (Automobil)
3 Dimitri Lab (Gewichtheben)
4 Jan Pyott (Cross-Triathlon)
5 Jonathan Rossé (Motocross Enduro)
6 Fabian Rüfli (Inlinehockey)

Frauen:
7 Nicole Büchler (Leichtathletik)
8 Xenia Knoll (Tennis)
9 Martina Kocher (Rodeln)
10 Laura Unternährer (Volleyball)
11 Christine Urech (Curling)
12 Nadine Zumkehr (Beachvolleyball)

Teams:
13 RHC Diessbach (Rollhockey)
14 UHC Kappelen (Unihockey)
15 Karatedo Lyss/Aarberg (Karate)
16 TV Pieterlen (Korbball)
17 SHC Biel Seelanders (Inlinehockey)
18 Lukas und Simon Werro (Kanu)

Nachwuchs:
19 Simona Aebersold (OL)
20 Caroline Agnou (Leichtathletik)
21 Luca Micheli (Mountainbike)
22 Dimitri Vogt (Sportklettern)
23 Damien Wenger (Tennis)
24 Cédric Zesiger (Fussball)

Abstimmung unter www.bielertagblatt.ch/sportlerdesjahres

oder via Talon im BT

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