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Eine Reise ins Nimmerland

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Bericht zum Ausland- Sommerlager der Pfadi Hasenburg in den Niederlanden, Scoutcentrum Zeeland
Wir, die Pfader und Pios der Pfadi Hasenburg haben genug: Wir wollen nicht erwachen werden! Wir wollen nicht so gestresst und langweilig werden, wir haben keine Lust auf Arbeit, wir wollen Spass haben und spielen. Deshalb besuchen wir im Nimmerland das Kindheitsseminar von Petra Pan.
Vor einigen Tagen sind wir in Täuffelen in den Car gestiegen und in die Niederlande gefahren. Am Morgen darauf werden wir von Petra Pan begrüsst, die uns ins Nimmerland einschleust und uns beibringt, Kinder zu sein und zu bleiben. Das Seminar beginnt mit allerlei lustigen Pfadispielen und einem Geländespiel in Veere, dem nächsten Ort. Wir dürfen durch das Städtchen rennen und unsere Leiter, welche sich als reiche Leute mit Zeitüberfluss ausgeben, jagen. Hier hilft das Kindheitsseminar bereits, ausserhalb der Pfadi würden wohl die wenigsten von uns so ungehemmt durch die Stadt rennen. Auch die Zusammenarbeit zwischen den sich theoretisch konkurrierenden Gruppen scheint hervorragend, das Pfadi- Wir -Gefühl ist zurück.
Anfangs ist alles perfekt in unserem Nimmerland, wir plantschen am Strand, graben Löcher und spielen. Auch das Essen ist super. Der Lagerplatz am Meer ist sehr luxuriös, wir haben Holz, Toiletten und Duschen. Eines Tages am Strand beginnt jedoch Petra Pan ganz ernst in einer Zeitung zu lesen. Was ist nur geschehen? Warum ist sie plötzlich so erwachsen? Auch Lea und Louis, zwei weitere Bewohner des Nimmerlands, machen sich grosse Sorgen. Eine Krankheit, ‘‘Morbus Erwachsenung‘‘, muss durch ein Loch ins Nimmerland gelangt sein.
Um das geheimnisvolle Loch zu flicken, geht es auf eine anstrengende Tour an die Grenzen des Nimmerlands. Wir legen dabei zahlreiche Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Dabei haben wir nicht nur unser Ziel im Auge, sondern geniessen auch die Landschaft und das Meer. Auf dieser Tour lernen wir das Nimmerland besser kennen. Die Niederlande sind flach wie ein Kuchenblech, sogar die Ränder (in Form von Dämmen) sind vorhanden. Am Abend dürfen wir bei einer herzlichen Frau im Garten biwakieren. In ihrem Garten finden wir auch das Loch vom Nimmerland, welches wir natürlich sofort mit Klebeband flicken. Am Tag darauf fahren wir nach einem Abstecher an den Strand wieder zurück ins Scoutcentrum. Zur Belohnung für die erfüllte Mission und für die fast 110 zurückgelegten Kilometer gibt es gutes Essen und einen Wellnessabend.
Wenige Tage später sind plötzlich alle Leiter verschwunden und Lea und Louis haben Streit. Kurzerhand übernehmen die Pios (Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren) das Zepter und der Streit zwischen den beiden wird auf faire Art und Weise ausgefochten. Hat dieser Streit etwa auch mit der mysteriösen Krankheit zu tun? Petra Pan hat ganz viel zu tun und kaum noch Zeit für uns, die Krankheit scheint nicht mit dem Loch verschwunden zu sein. Dazu kommt noch, dass ein merkwürdiger, grauer Mann auftaucht.
Wir finden ein Rezept gegen die gefährliche Krankheit und brechen am Tag darauf gleich auf und radeln nach Middelburg. Die Leiter veräppeln uns und weisen uns an, den Schlafsack einzupacken, da es eine zweite zweitägige Velotour gäbe. Folgsam wie wir sind, tun wir was sie sagen und stellen schliesslich fest, dass sie nur Spass machen. In Middelburg verdienen wir mit einem Foto- OL und einem verrückten Wettbewerb Sterntaler, dafür bekommen wir von der Heilerin die Zutaten für den Zaubertrank. Jedoch hat der merkwürdige, graue Mann einen Teil davon zuvor weggekauft und wir dürfen ihn jagen. Als wir ihm die Zutaten und den Hut abnehmen, wird er ganz brav und wir können ihn in der Küche einsperren. Nach dem Essen haut er leider wieder ab und hinterlässt eine Spur aus Paniermehl, die zur Toilette führt. Dort schrecken wir einen fremden Pfader auf, der uns vor lauter Schreck mit einer Klobürste bombardiert.
In Veere schaffen wir es, den grauen Mann endgültig zu fangen und die alte Ordnung im Nimmerland wiederherzustellen. Petra Pan ist uns sehr dankbar für die Hilfe, die wir geleistet haben. Nach zwei abenteuerlichen, spannenden und supertollen Wochen reisen wir zwar dreckig, aber dafür glücklich wieder zurück und werden als diplomierte KindheitsbotschafterInnen unser kostbares Wissen in die weite Welt verbreiten.
Einen Bericht aus dem Auslandsommerlager von Fiona Pärli v/o Libra

Möchtest du auch solche tolle Abenteuer erleben? Dan besuche unsere Homepage www.hasenburg.ch und komm bei uns schnuppern.

Fotos und Text: BT-Leserreporter Raphael Märk, Holland (Pfadi aus Täuffelen)