Naturereignis Glacière "Creux de Glace"

Fotos von Leserreporter Pascal Georg, Tüscherz
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Vor Jahrhunderten holten die hier ansässigen Täuferfamilien im Sommer Eis oder stellte zu kühlende Esswaren ins Eisloch. Inschriften zeigen, dass das Eis um 1800 noch 5-10m höher gewesen sein musste. Wer sich also hier abseilen möchte und Kids lieben es, der kann diese Inschriften bewundern. Darum ist das eines der Highlights auf dem neu geschaffenen "Täuferweg" im Parc du Chasseral. Wer gute Wanderschuhe hat und "berggängig" ist, der gelangt aber problemlos auch ohne Seil ins Eisloch hinunter.
Heute wird das Eis genährt von hinunter gleitendem Schnee. Das Klima im Eisloch wird von einem "Kälteluftsee" auf unter 4 Grad Celsius gehalten, auch im Sommer. Geröll verhindert dann auch das Wegschmelzen der letzten, ewigen Eisschicht. Eine spezielle Luftzirkulation erlaubt das Aufsteigen der durch die knappe Sonneneinstrahlung entstehende Warmluft und verhindert den Austausch mit der kalten Luft unten im Eisloch. Darum ist das Eisloch auch von einem kleinen Wäldchen umgeben. Man muss ein wenig suchen, bis das 15m grosse und 40m tiefe Loch gefunden wird.
Eine attraktiveFrühlingswanderung vom Pont des Anapaptiste über die Osterglockenfelder der Près de Cortebert führt nach ca. 1h über Petit Douanne (Klein-Twann) an der Käserei vorbei zum Creux de Glace. Diese einfache Rund-Wanderung über die Métairie Milieu de Bienne – Pierrefeu zurück zum Pont des Anapaptiste dauert ca. 3-4h in nicht steilem Jura-Gelände.
Text und Fotos von Leserreporter Pascal Georg, Tüscherz
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