Das tut auch die Wirtschaft – wenn auch weitaus gelassener. Nicht aus Fahrlässigkeit, sondern auf Basis der Fakten, die derzeit bekannt sind. «Aufgrund heutiger Erkenntnisse ist das Virus nicht allzu besorgniserregend», sagt Fridolin Marty, stellvertretender Leiter Wirtschaft und Bildung bei Economiesuisse und Mitglied des erweiterten Sonderstabes beim Bundesamt für Gesundheit (BAG).
Fakt ist: Jedes Jahr sterben 800 der sieben Millionen Einwohner der Schweiz an saisonaler Grippe. Im 22-Millionen-Land Mexiko sind bis jetzt sieben Menschen nachweisbar am neuen Virus gestorben (Stand gestern um 20 Uhr). Fakt ist auch, wie Marty sagt, dass das Schwellenland ein marginaler Wirtschaftspartner der Schweiz ist: Geschäftsreisen in das Urlaubsland finden somit entsprechend selten statt.
Trotzdem verdrängen Firmenverantwortliche das neue Virus nicht. «Die Vorbereitungen für eine Pandemie finden jedoch nicht im letzten Moment statt, dies ist ein langfristiges Projekt, das Firmen über Jahre aufgebaut haben», sagt Marty.
Mehr zum Thema im Bieler Tagblatt vom 1. Mai 2009 oder im E-Paper
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