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Swatch Group in Biel

Eine Schlange für Biel

Mit den Neubauten der Swatch Group für die Uhrenmarken Swatch und Omega in Biel setzt der weltgrösste Uhrenkonzern im Kanton Bern einen industriellen und architektonischen Höhepunkt.

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(mt) In wirtschaftlich schwieriger Zeit, in welcher sich die Frage der Industrialisierung der Schweiz grundsätzlich stellt, haben diese Investitionen Bedeutung für die ganze Schweiz. Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern hat die Entstehung des Projekts aktiv begleitet – daher nahm Regierungsrat Andreas Rickenbacher heute persönlich an der Medienkonferenz der Swatch Group teil und unterstrich die Bedeutung dieser Investition.

Swatch Group bleibt treu

Der weltgrösste Uhrenkonzern, die Swatch Group, bleibt dem Wirtschaftsstandort Kanton Bern treu und investiert in der Uhrenmetropole Biel für die beiden Uhrenmarken Swatch und Omega in ein architektonisch zukunftsweisendes Projekt. Da die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern das Projekt in den letzten Jahren aktiv begleiten durfte, nahm Regierungsrat Andreas Rickenbacher heute persönlich an der Medienorientierung der Swatch Group in Biel teil. Mit der heutigen Präsentation der Pläne wird die Dimension dieses Projektes für den Kanton Bern aber auch die ganze Schweiz klar:

«Aufgrund der andauernden Frankenstärke stellt sich die grundsätzliche Frage, ob die Schweiz weiterhin Industriestandort bleiben wird. In einer solchen Phase kommt einer industriellen Investition eine sehr hohe Bedeutung zu – dass das Projekt zudem architektonisch in der Schweiz einen Meilenstein setzen wird, freut mich in dieser Situation zusätzlich. Ich gratuliere der Familie Hayek und der Swatch Group zu diesem grossen Wurf und danke für die Treue zum Wirtschaftsstandort Kanton Bern», sagte Rickenbacher in Biel.

Uhrenindustrie bleibt wichtig

Der wichtige Schritt der Swatch Group wird den Wirtschaftsstandort Kanton Bern zusätzlich stärken: Die Uhrenindustrie ist bereits heute ein sehr bedeutender Wirtschaftszweig der Schweiz und des Kantons. Im Kanton Bern arbeiten rund 7000 Personen direkt in der Uhrenindustrie. Grosse Bedeutung hat die Uhrenindustrie zudem bei einer grossen Anzahl von Zulieferfirmen in der Präzisionsindustrie. Trotz der Frankenstärke hat die Uhrenindustrie ein erfolgreiches Jahr 2011 hinter sich: Die Exporte stiegen um fast 18%, die Arbeitsplätze wurden um 4,4% ausgebaut. Von diesem Boom kann der Kanton Bern als zweitgrösster Uhrenkanton der Schweiz profitieren. Vor diesem Hintergrund ist die Stärkung der Uhrenund Präzisionsindustrie durch die Investitionen der Swatch Group in Biel bedeutend für den ganzen Kanton und darüber hinaus.

Eine Schlange aus Japan

Das Projekt der Swatch Group setzt zudem architektonisch und baulich in der Schweiz neue Massstäbe: Dem japanischen Stararchitekten Shigeru Ban ist es gelungen, das Projekt städtebaulich in die bestehende Industrielandschaft (u.a. mit dem denkmalgeschützten Omega-Gebäude) einzupassen, genügend Raum für die öffentliche Zugänglichkeit zu schaffen und gleichzeitig mit einer modernen Holzkonstruktion eine für die Schweiz einmalige architektonische «landmark» zu schaffen. Dass die Neubauten zudem den neuesten Energieeffizienz-Kriterien entsprechen, freut den Regierungsrat des Kantons Bern ganz besonders: Damit wird die Politik der Berner Regierung, welche sich an den Kriterien der Nachhaltigen Entwicklung orientiert, in der Praxis wirkungsvoll unterstützt.

Das Projekt wird verschiedene Elemente umfassen, welche auch im Uhrenmarketing neue Wege aufzeigen, dies unter anderem mit Museumsbereichen für Swatch, Omega und Swatchmobil, mit Begegnungszonen, einem Swatch-Store und einem Lehrpfad. Diese Elemente werden in der Stadt Biel der Uhrenindustrie zusätzliche Visibilität geben.

Der Regierungsrat des Kantons Bern dankt der Familie Hayek und der Swatch Group für deren Treue zum Wirtschaftsstandort Kanton Bern, gratuliert zu diesem mutigen Projekt und wünscht für die Realisierung gutes Gelingen.

Stadt Biel ist glücklich

Der Gemeinderat der Stadt Biel freut sich sehr über die konkreten Ausbauschritte der Swatch Group im Gebiet Gygax-Areal/Gurzelen. In Absprache mit der Swatch Group wurden durch die Stadt Biel die notwendigen planungsrechtlichen Anpassungen sowie Landtransaktionen vorgenommen, welche die heute vorgestellten Bauprojekte möglich machen (Volksabstimmung vom 30. November 2008). In der Abschlussphase befinden sich auch die Anpassungen der baulichen Infrastruktur (Strassenkorrektur, Anpassung Leitungsnetz, usw.), welche notwendig sind, damit die Swatch Group ihre Pläne realisieren kann. Die Stadt Biel ist glücklich und stolz, in diesem Rahmen einen Beitrag zur weiteren Entwicklung des weltgrössten Uhrenkonzerns leisten zu können, heisst es in der Medienmitteilung der Stadt Biel.

Die Stadt Biel ist von Beginn an von der Swatch Group sehr eng in die Entwicklung der heute vorgestellten Ausbaupläne einbezogen worden. Aus Sicht des Gemeinderates entspricht das Projekt den baurechtlichen Vorschriften, wobei die noch fehlende Überbauungsordnung im Sektor Omega parallel mit dem Baugesuchsverfahren erlassen werden kann. Die Stadt Biel wird in Absprache mit den Verantwortlichen der Swatch Group auch ihr Versprechen einlösen und den Teil der heutigen Gottstattstrasse zwischen der Schüssbrücke und der Stämpflistrasse nach dem vor gut eineinhalb Jahren verstorbenen Gründer der Swatch Group, Nicolas G. Hayek, benennen, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Weiter können im Zuge der Realisierung der Swatchbauten auch die geplanten Erholungsräume in diesem Gebiet, insbesondere der durchgehende Uferweg entlang der Schüss sowie der Park auf einer Insel mitten in der Schüss, realisiert werden.
 

Stichwörter: Wirtschaft, Swatch Group

Kommentare

MarcoW

Genial. Bleibt zu hoffen, dass das Projekt nicht durch unzählige Einsprachen von VCS etc. gestoppt wird.


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