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Bern

Weniger Grippe-Verdachtsfälle - Grippe bleibt aber weit verbreitet

In der Schweiz müssen nach wie vor viele Menschen wegen der Grippe das Bett hüten. Die Grippeepidemie dürfte aber ihren Höhepunkt erreicht haben. Die Zahl der Verdachtsfälle sank im Vergleich zur Vorwoche. Am häufigsten erkranken Kleinkinder.

(sda) Ärztinnen und Ärzte des Sentinella-Meldesystems registrierten 38,7 Grippeverdachtsfälle auf 1000 Konsultationen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch auf seiner Webseite schrieb. Das entspricht hochgerechnet 313 Fällen (Vorwoche 350) pro 100'000 Einwohner.

Den Höhepunkt hat die Grippewelle der Saison in der zweiten Woche des angebrochenen Jahres erreicht mit 361 Verdachtsfällen pro 100'000 Einwohner, wie das BAG weiter schreibt. Eine zweite Spitze folgte in der vierten Woche mit einer Inzidenz von hochgerechnet 350 Fällen. Eine solche "mehrgipflige Epidemie" kommt eher selten vor und trat letztmals im Winter 2003/2004 auf.

Am stärksten betroffen sind weiterhin Kinder bis vier Jahre mit 578 Fällen pro 100'000 Einwohner. Es folgen die 5- bis 14-Jährigen mit 429 Fällen und die über 65-Jährigen mit 313 Fällen pro 100'000 Einwohner.

Die Krankheit ist in allen Regionen noch weit verbreitet. In den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, sowie in Glarus, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich steigt die Anzahl Grippeverdachtsfälle weiterhin. Dagegen verzeichnen Graubünden und das Tessin weniger Fälle. In den übrigen Regionen ist die Anzahl konstant.

Die Grippe-Epidemie grassiert bereits seit den Weihnachtstagen. Der Grenzwert, um von einer Epidemie zu sprechen, liegt bei 68 Verdachtsfällen pro 100'000 Einwohner.

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