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Bern

Heissester 1. August seit Messbeginn

So heiss war der Schweizer Nationalfeiertag noch nie: An vielen Orten wurden am Dienstag die höchsten Temperaturen an einem 1. August seit Messbeginn erreicht. Spitzenreiter war Sevelen im St. Galler Rheintal mit 35,7 Grad.

(sda) Doch auch an über 20 anderen Orten im Osten und in den Föhngebieten wurden Rekordwerte gemessen, wie SRF Meteo in einer Mitteilung schreibt. In Bad Ragaz SG wurden 35,4 Grad erreicht, in Chur 34,9 Grad und in Glarus 34,3 Grad. Ähnlich heiss war es auch in Sitten mit 34,7 Grad und in Altdorf mit 33,9 Grad.

Der Urner Hauptort konnte bereits in der Nacht auf Dienstag mit einem Rekord aufwarten. In Altdorf sanken die Temperaturen nie unter 27,5 Grad. "Das gab es in der Schweiz noch nie", schreibt SRF Meteo in seiner Mitteilung. Die bisher heisseste Nacht vor einem Bundesfeiertag wurde 1983 mit 26,9 Grad verzeichnet - ebenfalls in Altdorf.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen dürfte die eine oder andere 1.-August-Feier dieses Jahr ins Wasser gefallen sein. Am Abend zog ein Gewitter über die Schweiz, teilweise mit Hagel und massiven Sturmböen. In Langnau im Emmental, in Schüpfheim LU sowie in Sitten und Engelberg wurden gemäss SRF Meteo mehr als 90 Kilometer pro Stunde Windgeschwindigkeit gemessen. Kräftiger Regen fiel unter anderem in Kandersteg BE und Giswil OW, wo in kürzester Zeit 20 Millimeter Regen niedergingen.

Auch auf den Verkehr hatten die Unwetter Auswirkungen: Ein Blitzschlag legte am Dienstagabend die Zugstrecke zwischen Belp und Seftigen im Kanton Bern lahm. Die Linie Luzern - Interlaken Ost war wegen eines umgestürzten Baumes unterbrochen. Bei Derborence im Kanton Wallis wurden drei Autos auf einer Bergstrasse von einer Gerölllawine verschüttet. Ein Sprecher der Kantonspolizei Wallis bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Meldung des Online-Portals von "20 Minuten". Verletzt wurde beim Vorfall niemand.

Glück im Unglück hatten auch die Bewohner eines Hauses in Uzwil SG. Ein Baum ist am Dienstagabend auf das Dach gestürzt. Gemäss Angaben der Kantonspolizei St. Gallen wurde dabei niemand verletzt. Insgesamt mussten die Feuerwehren im Kanton St. Gallen zu rund 25 Unwettereinsätzen ausrücken, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung weiter. Hauptsächlich mussten entwurzelte Bäume von den Strassen entfernt werden.

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