
Neu ist heuer auch das Festplakat. Wie bei seiner ersten Auflage ist es mit einem Plakatwettbewerb in der Bevölkerung geschaffen worden. Björn Markwalder von der Musikgesellschaft Scheuern hat das Symbolbild mit dem Löwen über der Brücke geschaffen. Dass das Wappentier der Aegerter Richtung Brügg schreitet, ist dabei eher der heraldischen Symbolik als dem politischen Zeitgeist zuzuordnen.
Jubiläumsprogramm
«Wir haben heuer auch musikalisch aufgerüstet», berichtet OK-Präsident Hermann Meer. So verspricht das Programm in beiden Dörfern mehrere musikalische Leckerbissen. Die Musik soll den traditionellen Markt und die thematisch koordinierten Festwirtschaften der Vereine aufwerten (siehe BT von gestern).
Mit einer Abgabe auf den Getränken sowie mit den Standgebühren finanzieren die Vereine die Werbung und weitere Organisationskosten. Dabei profitieren sie auch davon, dass jeder Verein seine Mitglieder und Freunde mit ans Fest bringt. Ebenfalls werden die aktiven Vereine entlastet, weil sie ihre Kasse im Verlauf des Jahres nicht mit eigenen Anlässen wie Gartenfesten und Redleten füllen müssen. «Für uns ist das Fischessen am Aarebordfescht die wichtigste Einnahmequelle», sind sich Jodlerpräsident Charles Kesse und Beat Bloesch vom Fischerverein einig.
Quartierfest in der Altstadt
Ein Quartierfest der besonderen Art ist auch die Bieler Altstadtchilbi. Diese hat nun schon 75 Jahre Bestand. Auch hier ist das Engagement der Vereine wichtig. «Wir wollen kein Jubiläumsfest gestalten, weil bei uns jedes Jahr ein tolles Programm die Bieler Altstadt voll auslastet», sagt Theo Griner an der Spitze des verantwortlichen Leistes. Die besondere Ambiance in den Gassen und auf den Plätzen mit hervorragender Akustik sei der Erfolgsgarant, ist Griner überzeugt.
Portissimo gerettet
Das Nidauer Stedtlifest und der Portissimo standen dagegen zu Jahresbeginn vor dem Aus. Lücken im Organisationskomitee konnten nicht geschlossen werden. Getragen von der Solidarität der Bevölkerung konnten beide Anlässe gerettet werden.
So gibt es denn auch heuer am Samstag vor Bettag in Port den Portissimo. «Wir organisieren auch heuer einen echten Seeländer Markt, keine Fressmeile», beschreibt Caroline Jenni das Konzept. In diesen Tagen hat die Kulturkommission ihr vielfältiges Programm für die Kulturbühne zusammengestellt.
Das kulturelle Angebot, der Markt und die Vereine sind das Erfolgsrezept des Fests. Für die Bevölkerung ist es nach den erfolgreichen Freilichtspielen eine weitere Gelegenheit zur vereinsübergreifenden Zusammenarbeit. Doch das Fest ist längst nicht mehr nur für die Dorfbevölkerung. Gemeindepräsident Ulrich Trippel: «Die regelmässigen Märkte und Feste der Vereine werden zum beliebten Treffpunkt der Bevölkerung mit den Heimweh-Portern. Für ein zusätzliches Dorffest als Projekt mit integrierender Zielsetzung bleibt da wenig Raum.» Aber auch in Port wurde der heutige Portissimo aus dem Dorffest zum 750. Geburtstag geboren.
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