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Ein Gewinn fürs Dorfleben

Die Feldschützen aus Lobsigen gibt es seit einem Jahrhundert. Gefeiert wird unter anderem mit einem Jubiläumsschiessen im September.

Bild: zvg Erfolgreich: Die Veteranen der Lobsiger Schützen.
(tn) Die Schützengesellschaft (SG) Lobsigen ist in der Bevölkerung gut integriert. «Das Dorfleben hat nicht mehr den Stellenwert von früher, deswegen geben die Aktivitäten der zahlreichen Vereine etwas Gegensteuer und sind wichtig für das Dorfleben», sagt Paul Gehri von den Lobsiger Schützen. Die SG präge das gesellschaftliche und auch das kulturelle Leben im Dorf mit.

Nur am Sonntag
Zurzeit sind 100-jährige Geburtstage von Vereinen und Institutionen nicht allzu selten. Bei den Feldschützen stecken in diesen 100 Jahren viel Herzblut und Vereinsarbeit für ihr gemeinsames Hobby.

Um den Jubiläumsanlass gebührend zu feiern, schloss man sich mit dem anderen 100-jährigen Verein im Dorf, der Musikgesellschaft Lobsigen zusammen, um ein grosse Fest zu organisieren. Unter der Leitung von Heinz Schwab entstand am Ende ein Event, welcher den Seeländischen Musiktag und das Seeländische Schwingfest enthielt. Die offiziellen Feierlichkeiten mit Ansprachen und Dankesreden liegen nun hinter dem Verein (das BT berichtete), das auf den September angesetzte Jubiläumsschiessen steht ihm noch bevor.

In einer Festschrift hat Paul Gehri die Geschichte der jubilierenden Schützen zusammengefasst. Nachfolgend einige interessante Ereignisse: In den Anfängen des Schiessens wurden die Feldscheiben jeweils bei jedem Schiessen neu aufgestellt. Geschossen wurde ausschliesslich an Sonntagen. Bereits nach kurzer Zeit entschloss man sich, mit den Schützen aus dem Nachbardorf Seedorf eine gemeinsame Schützenanlage zu erstellen.

Die Zusammenarbeit der zwei Gesellschaften klappt auch noch heute hervorragend. 1962 wurde das traditionelle Chutzenschiessen in der Anlage ins Leben gerufen. Über 1200 Schützen nehmen seitdem jedes Jahr an dem Traditionsschiessen teil. 1971 wurde die 58-jährige Fahne der Lobsiger Schützen durch eine neue ersetzt. Nebst dem regen Tätigkeitsprogramm, wie zum Beispiel dem gemeinsame Besuchen von auswärtigen Schiessanlässen, wurde auch privat viel miteinander unternommen. Die Kameradschaft steht dabei an erster Stelle.

Inzwischen können die Schützen von einem schönen, in Fronarbeit erstelltes Schützenhaus profitieren. Die Schiessanlage wurde mit elektronischen Trefferanzeigen ausgerüstet und seit dem immer auf den neusten Stand gebracht. Die Feldschützen Lobsigen-Ruchwil beweisen, dass der Schiesssport ein generationen- und geschlechterübergreiffendes Hobby ist. Nebst vielen Veteranen sind auch zahlreiche Jungschützen in der Gesellschaft.
Stichwörter: Lobsigen

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