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Französischunterricht

Bonne Chance «Bonne Chance»: Familie Châtelain und «Turlututu» verabschieden sich

30 Jahre lang war das Buch "Bonne Chance" die Grundlage des Französischunterrichts. Damit ist jetzt aber Schluss.

Das Bonne Chance verschwindet aus den Schulzimmern.

Wer kennt es nicht, das gute alte Französischbuch „Bonne Chance“, welches zahlreiche Schülerinnen und Schüler durch den Französischunterricht begleitete. Nach 30 Jahren ist die Zeit des „Bonne Chance“ nun abgelaufen. Noch bis und mit Schuljahr 2016/17 wird es durch den Unterricht führen, danach verschwindet es. Dies wurde vom grossen Rat, mit der Einführung des Französischunterrichts in der dritten Klasse, so beschlossen.

Texte und Bilder sind nicht mehr zeitgemäss

Bonne Chance entspreche nicht mehr den Erkenntnissen aus der Wissenschaft zum Fremdsprachenlernen, meint der Amtsvorsteher der Erziehungsdirektion Bern, Erwin Sommer. Zudem seien die Bilder und Texte sehr konstruiert und nicht mehr zeitgemässe. Das Buch entspreche im gesamten nicht den Lernvorstellungen nach Lehrplan 21, das Buch sei nicht altersgerecht an die Schüler der dritten Klasse angepasst, sagt Sommer.

Keine Familie „Châtelain“ mehr

Mit dem „Bonne Chance“ verschwindet somit auch die typische Romand-Familie „Châtelain“, welche mit Dialogen durch das Buch führt. Im neuen Lehrmittel wird es keine solche Familie mehr geben. „Es gibt authentisches Material zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel eine Kindergeschichte, Einblicke in die Zirkuswelt, Schulklassen in aller Welt, Tiere, Sport und vieles mehr“ schreibt Sommer. Schade für die Kinder, welche das Bonne Chance und die Familie Châtelain nie kennenlernen werden. Deshalb lassen Sie uns etwas in Nostalgie schwelgen:

Die Mitglieder der Familie Châtelain führen durch das ganze Buch. Immer wieder stossen die Schüler auf Dialoge der Familie.

In der ersten Etape stellen sich die beiden Puppen Pierrot und Pierret vor. Manch ein Lehrer besass dazu die Original-Handpuppen.

Spielerisch lernen: Um die Begriffe "garçon" und "fille" zu lernen, wurde das Spiel "Turlututu" gespielt. Ein Kind schliesst die Augen, während ein anderes "Turlututu" ruft, so muss herausgefunden werden, wer es ist.

Auch Gesang wird im "Bonne Chance" gross geschrieben. In jeder Etape lernen die Kinder ein neues Lied. Das Lied der ersten Etape "Bonjour Pierrot" können wohl die Meisten noch.

Und zum Schluss noch die guten alten, aber nervigen Verben-Häuser. Waren es im ersten "Bonne Chance" noch einzelne Häuschen, ist es im zweiten Buch bereits ein Dorf. ct

Welche persönlichen Erinnerungen haben Sie an das Buch "Bonne Chance"? Schreiben Sie einen Kommentar!

 

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