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Ausländische Hilfe muss zurückgefahren werden

Die internationale Lebensmittelhilfe für die Erdbebenopfer in Haiti muss nach Ansicht von Staatspräsident René Préval zurückgefahren werden, um die heimische Produktion und den Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln.

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(sda/afp) «Wenn Essen und Wasser weiter aus dem Ausland kommen, wird das die nationale Produktion und den haitianischen Handel untergraben», sagte Préval am Montag in Port-au-Prince kurz vor seiner Abreise nach Washington.

Bei einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama am Mittwoch wolle er «der internationalen Gemeinschaft und besonders den USA» für die spontane Hilfe nach dem Beben danken. Nun sei aber die «erste Phase der Katastrophe vorbei» und seine Landsleute müssten sich wieder daran gewöhnen, selbst für ihre Bedürfnisse aufzukommen.

Gleichzeitig müsse sich Haiti auf die im Juni beginnende Hurrikan- Saison vorbereiten. Zudem gingen knapp zwei Monate nach dem Beben 600'000 Kinder immer noch nicht wieder zur Schule, sagte Préval. Durch das Erdbeben vom 12. Januar waren mehr als 222'000 Menschen umgekommen. 1,3 Millionen Menschen wurden obdachlos.


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