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Grenchen

Reduzierte Öffnungszeiten

Die Stadt Grenchen kürzte ihren bisherigen Beitrag ans Kultur-Historische Museum um rund zehn Prozent. Dies zwingt die Stiftung Museum Grenchen, die bisher gewohnten Öffnungszeiten des Museums zu reduzieren.

Bild: zvg

Wegen der Kürzung muss damit gerechnet werden, dass der Lotteriefonds seinen Beitrag auch entsprechend anpassen wird. Zudem wird vermutet, dass auch Sponsoren abspringen werden. Damit müssen von nun an jährlich 15‘000 bis 20‘000 Franken eingespart werden.

Finanzielle Lücken sollen behoben werden

Die Stiftung hat verschiedene Massnahmen geprüft, um die finanzielle Lücke schliessen zu können. Eigentlich war es ein langfristiges Ziel, die Öffnungszeiten auszudehnen. Nun sieht sich die Stiftung gezwungen, künftig das Museum am Freitag geschlossen zu halten. Das Museum wird somit noch jeweils an drei Nachmittagen pro Woche, d.h. mittwochs, samstags und sonntags für Einzelbesucher geöffnet sein. Weiter bleibt das Museum auch während den Sommerferien für vier Wochen geschlossen.

Für das laufende Jahr waren drei Gastauftritte geplant. Es finden nun die beiden Gastausstellungen zur Firma Technica und zur Geschichte des Franzoseneinfalls (im Zusammenhang mit den Freilichtspielen Grenchen) statt. Die dritte Ausstellung zur Uhrenindustrie von Lengnau entfällt bzw. wird auf das Jahr 2018 verschoben. Gesamthaft bringen diese Sparmassnahmen eine Budgetentlastung um 8‘000 Franken.

Die Einnahmen werden erhöht

Der Stiftungsrat hat auch die Einnahmeseite besprochen. Sie sehen sich gezwungen, gewisse Gebührn zu erhöhen, um die Einnahmen zu verbessern. Der Eintrittspreis bleibt unverändert, allerdings müssen die Grenchner Schulen künftig für den betreuten Museumsbesuch einen kleinen Beitrag an Material und Personalkosten bezahlen. Eine moderate Anhebung gibt es bei der Raummiete. Mit diesen Massnahmen rechnet die Stiftung mit Mehreinnahmen von 3‘000 Franken. Weitere 4‘000 Franken versucht das Museum mit verschiedenen kleineren Massnahmen wie Reduktion der Anzahl Versände und Drucksachen einzusparen.

Sonderausstellung ist kaum betroffen

Von den Sparmassnahmen nur marginal betroffen ist die geplante Sonderausstellung zu den Uhrenkrisen. Die Planung des Projekts ist schon zu weit fortgeschritten, um sie noch absagen zu können. An der Sonderausstellung arbeiten unter anderen Bettina Hahnloser, Enkelin von Rudolf Schild-Comtesse und Autorin von „Der Uhrenpatron und das Ende einer Ära“, Bruno Bohlhalter, Autor von „Unruh - Die schweizerische Uhrenindustrie und ihre Krisen im 20. Jahrhundert“, Wolfgang Hafner, Autor bei der Kantonsgeschichte, und Daniel Kauz, Projektleiter Stadtgeschichte Grenchen, mit. All diese Historiker verlangen für ihre Arbeit keinerlei Honorare. mt

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