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Vortrieb wegen Störzone eingestellt

Eine geologische Störzone macht den Mineuren in der Weströhre des Gotthard-Basistunnels zwischen Faido und Sedrun zu schaffen. Ende letzter Woche musste der Vortrieb der Tunnelbohrmaschine nach einem Gesteinsniederbruch vorläufig eingestellt werden.

(sda) Zurzeit würden Massnahmen geprüft, um die Situation zu bewältigen, teilte die AlpTransit Gotthard AG am Mittwoch mit. Es wird mit einem Vortriebsunterbruch von maximal vier Wochen gerechnet.

Auf das Terminprogramm und damit auf die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels Ende 2017 soll der Niederbruch keine Auswirkungen haben.

Es handle sich um eine sandartige, etwa vier bis sechs Meter dicke Störzone, sagte Heinz Ehrbar, der Leiter Tunnel- und Trasseebau bei der AlpTransit Gotthard AG, auf Anfrage. Es habe keinen Wassereinbruch gegeben. Auch sei der Bohrkopf nicht verklemmt.

Die Situation sei somit nicht vergleichbar mit den Problemen in Amsteg im Jahr 2005, als die Vortriebsarbeiten während mehreren Monaten unterbrochen werden mussten. Man werde nun versuchen, die Störzone mittels Zementinjektionen zu stabilisieren, sagte Ehrbar.

95 Prozent des Tunnels sind ausgebrochen
Gesamthaft sind am Gotthard mittlerweile fast 95 Prozent der rund 151,8 Kilometer Schächte, Stollen und Tunnelröhren ausgebrochen. Der erste Hauptdurchschlag im 57 Kilometer langen Basistunnel wird voraussichtlich im Herbst 2010 in der Oströhre stattfinden.

Hier müssen die Mineure zwischen Sedrun und Faido nur noch rund 3 Kilometer ausbrechen. Der Vortrieb in der Weströhre befindet sich rund 400 Meter hinter dem Ostvortrieb.

Erste Sprengung in Sigirino
Mit den eigentlichen Vortriebsarbeiten wurde mittlerweile auch am Ceneri-Basistunnel begonnen. In der Installationskaverne in Sigirino fand am Mittwoch die erste offizielle Sprengung statt.

In den nächsten Monaten werden Installationen eingerichtet, die für den Vortrieb der beiden Tunnelröhren des Ceneri-Basistunnels benötigt werden. Bis im Herbst 2010 sollte die Baustelle für den Vollbetrieb bereit sein.

Die Ausbruch- und Sicherungsarbeiten sowie die anschliessenden Ausbautätigkeiten dürften bis im Jahr 2016 beendet sein. Danach wird die Bahntechnik eingebaut. Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb des Ceneri-Basistunnels ist auf Ende 2019 geplant.

Mit einer Länge von 15,4 Kilometern zwischen dem Nordportal Vigana bei Camorino und dem Südportal in Vezia ist der Ceneri- Basistunnel nach dem Gotthard- und dem Lötschberg-Basistunnel das drittgrösste Tunnelprojekt in der Schweiz.

Stichwörter: Gotthard-Basistunnel

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