
(mt) SVP-Grossrat Thomas Fuchs gibt per Medienmitteilung von heute Mittwoch bekannt, eine Motion im Grossen Rat einzureichen. Er will dafür sorgen, dass im Kanton Bern ein Babyfenster geschaffen wird, eine Klappe, in der überforderte Eltern ihr Neugeborenes anonym und straffrei abgeben können. Fuchs hatte die Babyklappe schon seit längerem gefordert, sieht die Dringlichkeit nach dem Fund eines toten Säuglings in Wimmis nun als grösser denn je an.
Das Babyfenster soll ein Hilfsangebot für extreme Situationen sein. Es soll helfen, eine Kindstötung oder Kindesaussetzung zu verhindern. Wenn sich eine Mutter in einer auswegslosen Lage befindet, hat sie mit dem Babyfenster die Möglichkeit, ihr Kind anonym in sichere Hände zu übergeben und sich nicht strafbar zu machen.
Die Mutter oder der Vater des Kindes haben das Recht, bis zum Vollzug der Adoption das Kind zurückzufordern. Dies unter der Bedingung, dass die Mutter- oder Vaterschaft zweifelsfrei festgestellt werden konnte und die Voraussetzungen für eine Aufnahme des Kindes gegeben sind. Eine Adoption ist nach einem Jahr Pflege und Erziehung durch die künftigen Eltern möglich.
Laut der Motion von Fuchs stünde es dem Kanton Bern gut an, mindestens ein Babyfenster zu schaffen (z.B. im Areal des Inselspitals). "Bereits ein einziges gerettetes Baby wäre den Aufwand mehr als wert." Die Kosten für die Einrichtung eines Babyfensters sind klein und könnten laut Fuchs in Zusammenarbeit mit bekannten Stiftungen sogar ohne Kostenfolgen realisiert werden.
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Kommentare
Herr Fuchs hatte auch schon bessere Ideen - wahrscheinlich versucht er wieder einmal im Gespräch zu bleiben.
Bravo Herr Fuchs finde ich gut.
Der Berner Grossrat wird ja ständig als unwàhlbarer SVP- "Hardliner" verunglimpft. Er darf nicht auf einer gemeinsamen bürgerlichen Wahlliste figurieren, sonst akzeptiert die FDP und CVP kein Zusammengehen bei den Berner Stadtrats-Wahlen! Nun kommt ausgerechnet dieser "Hardliner" gegenüber den immer mehr verherrlichten Randgruppen in unserer Gesellschaft, mit dem Vorschlag von "Babyklappen". Statt die Verantwortung über die Geburt eines gesunden Kindes zu übernehmen, sollten Mütter das geborene Kind einfach der "Allgemeinheit" dem Staat, bzw. den Steuerzahler durch ein Babyfenster nötigenfalls übergeben werden können! Jede(r) Leser(in) kann sich nun über den SVP-Politiker eine eigene Meinung bilden. Als parteiunabhängiger Bürger sehe ich jedenfalls die SVP plötzlich in einem "anderen Licht"! Vielleicht machte Thomas Fuchs eine solche Motion nur aus wahltaktischen Gründen oder aber, auch er weiss, der Unterschied zwischen einem brutalen "Entsorgen" auf der Müllhalde und in einem Babyfenster "entsorgten" Kleinkind! Sachlich gesehen sind solche "offiziellen" Babyentsorgungs-Klappen eine weitere Errungenschaft in Richtung weg von Eigenverantwortung, Richtung Staat! Laut den linken, progressiven Superhumanisten, wird oder soll der (die) einzelne Bürger(in) immer mehr vom Staat abhängig gemacht werden! Genau das Gegenteil von den Gründen, warum die kleine, neutrale Schweiz heute als eines der stabilsten Länder erkannt wird! Dass nun die SVP dieses "gefährliche Spiel" mit solchen Motionen mitspielt,lässt aufhorchen!