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Kunstmuseum Basel lockt 2019 mit grosser Kubisten-Schau

Das Kunstmuseum Basel lockt 2019 mit einer grossen Kubismus-Schau. Zudem steht der südafrikanische Künstler William Kentridge auf dem Programm, und eine Gastausstellung würdigt das 1000-Jahre-Jubiläum des Basler Münsters.

Symbolbild: Keystone

(sda) Das Kunstmuseum Basel besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen an Werken des Kubismus', dies dank einer Schenkung des Basler Mäzens Raoul La Roche (1889-1965). Zusammen mit dem Centre Pompidou in Paris hat das Museum nun eine grosse Ausstellung mit rund 130 Werken auf die Beine gestellt.

"Kosmos Kubismus. Von Picasso bis Léger" zeigt Picasso und Braque, vereint aber ebenso Werke von Juan Gris, Fernand Léger, Sonja Delaunay und anderen. Aufgefächert wird die Entwicklung von 1908 bis nach dem Ersten Weltkrieg, beleuchtet werden soll der Kubismus "in all' seinen Facetten", wie Kuratorin Eva Reifert am Donnerstag vor den Medien sagte.

In Basel wird die Schau vom 30. März bis zum 4. August 2019 zu sehen sein. Bereits am 17. Oktober ist sie in Paris eröffnet worden.

Dem Südafrikaner William Kentridge ist vom 8. Juni bis zum 13. Oktober eine Ausstellung im Kunstmuseum Basel / Gegenwart gewidmet. Kentridge ist bildender Künstler, Filmemacher und Regisseur. Die vom Kunstmuseumsdirektor Josef Helfenstein kuratierte Ausstellung präsentiert das Frühwerk des Künstlers wie auch jüngere Produktionen.

Zu letzteren gehört etwa die erste Museumsadaption der im vergangenen Sommer in der Tate Modern in London uraufgeführten Inszenierung "The Head & The Load". Die in Zusammenarbeit mit dem Künstler konzipierte Ausstellung belegt - als Premiere - alle drei Stockwerke des der Gegenwartskunst gewidmeten Museumbaus.

Der dritte grosse Event in den Räumen des Kunstmuseums im kommenden Jahr ist eine Gastausstellung: Das Historische Museum Basel zeigt zum 1000-Jahre-Jubiläum der Weihe des Basler Münsters vom 11.Oktober 2019 bis zum 19.Januar 2020 "Gold & Ruhm. Geschenke für die Ewigkeit". Die Weihe fand 1019 in Gegenwart Kaiser Heinrichs II. statt.

Die Schenkungen des letzten ottonischen Kaisers hatten grossen Einfluss auf die Entwicklung von Stadt und Region. Die Ausstellung vereint Preziosen aus Europa und Übersee, darunter die von Heinrich II. gestiftete goldene Altartafel, die laut Marc Fehlmann, Direktor des Historischen Museums, nach Jahrzehnten wieder in Basel gezeigt werden soll.

Weitere Ausstellungen des Kunstmuseums sind Leiko Ikemura, Helmut Federle und Max Sulzbachner sowie der Sammlung Hans und Monika Furer mit Werken von Rémy Zaugg und der Altmeister-Sammlung der frühen Mäzenin Louise Bachofen-Burckhardt gewidmet. Nebst anderem gibts zudem eine Kooperation mit dem Theater Basel mit rund 20 Schweizer Autorinnen und Autoren.

"Entwarnung" gab das Kunstmuseum mit Blick auf die Provenienzforschung. Laut Anita Haldemann, Leiterin des Kupferstichkabinetts, ergab eine Überprüfung von Werken, die in den Jahren 1933 bis 1945 zur Sammlung gestossen waren, dass kein einziges der sogenannten Raubkunst zuzuordnen sei.

Mit Unterstützung des Bundesamts für Kultur (BAK) wurden 380 Werke überprüft. Bei über 90 Prozent davon habe die Herkunft lückenlos geklärt werden können und sei unbedenklich. Beim Rest gebe es kleine Lücken, die aber "keine Sorgen" bereiten würden. Das Museum will die Forschung weiterführen und nun eine feste Provenienzstelle im Haus einrichten.

Helfenstein legte im weiteren eine neue Geschäftsleitungsstruktur für das Kunstmuseum vor, die ausser der Direktion die vier Geschäftsleitungsbereiche Kunst & Wissenschaft, Art Care, Marketing & Development und Finance & Operations umfasst. Die Struktur folgt auf eine im Herbst vorgelegte Betriebsanalyse. Sie soll 2019 in Kraft treten.

 

Stichwörter: Kunst, Kultur

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