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Die Neun-Drachen-Köpfe und die Schweiz

Zuweilen wird Südkorea als die Schweiz Asiens bezeichnet. Die Beziehung  zeigt sich zum Beispiel im Kultur-Austausch. Am «Nine Dragon Head»-Symposium in Seoul sind wieder Bielerinnen mit dabei.

  • 1/24 2006 weilte «Nine Dragon Head» am Gelben Meer. susanne mullers Performance trug den Titel «shamanis’m zvg
  • 2/24 Aufbau der Ausstellung arko Art Center Seoul, Bild: susanne muller
  • 3/24 Experimentieren, warten, installieren, Bild: susanne muller
  • 4/24 Bruce Allan und Assistent bei der Arbeit, Bild: susanne muller
  • 5/24 Vernissage-Performer von Heinz Cibulka aus Österreich, Bild: susanne muller
  • 6/24 Vernissage-Performer von Heinz Cibulka aus Österreich, Bild: susanne muller
  • 7/24 Ankunft in der Wüste, Bild: susanne muller
  • 8/24 Künstler Gabriel Adams, Bild: susanne muller
  • 9/24 Die Speisekarte ist noch kein Essen, Bild; susanne muller
  • 10/24 Künstlerin Ursula Stalder in der Wüste nach einer abenteuerlichen Fahrt, Bild: susanne muller
  • 11/24 Skizze aus dem Skizzenbuch, Bild: susanne muller
  • 12/24 Wie spät ist es wohl in Biel? Bild: susanne muller
  • 13/24 Ruhetag, BIld: susanne muller
  • 14/24 Videoinstallation im Arko Art Center Seoul, Bild: susanne muller
  • 15/24 Koreanisches Essen, Bild: susanne muller
  • 16/24 daniela de maddalena und susanne muller in seoul
  • 17/24 Dongdaemun-Market Fashing Plaza, Bild: susanne muller
  • 18/24 Nomadic Party, Zeichnung: susanne muller
  • 19/24 Regen ist schön, Bild: zusanne muller
  • 20/24 Museum of Art, Bild: susanne muller
  • 21/24 Seoul aus dem Skizzenbuch, Bild: susanne muller
  • 22/24 Seoul aus dem Skizzenbuch, Bild: susanne muller
  • 23/24 Heimflug auf koreanisch, Bild: susanne muller
  • 24/24 Selbstporträt: susanne muller
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Die Neun-Drachen-Köpfe und die Schweiz (Video)
(az) Dass es zwischen der Schweiz und Südkorea rege interkulturelle Kontakte gibt, weiss man im Seeland schon länger. Erinnert sei an die Ausstellung mit koreanischen Kunstschaffenden im Museum Pasquart im Jahr 2006, aber auch an die Zweit-Station von Art Canal, der Freilichtausstellung entlang der Zihl, in Südkorea vor vier Jahren. Und last but not least vertritt Susanne Muller (Prêles) das Seeland seit 2003 am «Nine Dragon Head»-Symposium in Seoul; seit 2009 zusammen mit Daniela da Maddalena (Biel).

Dialog Mensch-Natur
Das «Nine Dragon Head»-Symposium wurde vor 15 Jahren vom koreanischen Künstler und Kurator Park Byoung-Uk lanciert. Der in der koreanischen Kunst tief verwurzelten Beziehung von Kunst und Natur entsprechend hat das alljährliche internationale Kunst- und Performance-Symposium eine klare Vision: Es will Kunstschaffende aus allen Kontinenten versammeln, um Kunst zu schaffen, zu zeigen, zu diskutieren, die sich intensiv mit Umwelt-Themen befasst. Und zwar nicht in einem vordergründig politischen Sinn, sondern als poetisch-differenzierter Dialog von Mensch und Natur. Mit dem Ziel die existentielle, auch spirituelle, Verbundenheit von Umwelt und Menschheit zum Ausdruck zu bringen und dadurch Bewusstseins-Prozesse auszulösen.

Im Laufe der Jahre gelang es Park Byoung-Uk nicht nur, die Veranstaltung im Kunstbetrieb Süd-Koreas zu verankern, sondern auch die diplomatischen Vertretungen in Korea mit ins Boot zu holen. So sind die Botschaften zahlreicher Länder auch «Botschafter» von «Nine Dragon Heads»; darunter, und dies mit grossem Engagement, die Schweiz. Neben susanne muller und Daniela da Maddalena gehören auch der in Wien lebende Luzerner Bildhauer Max Bühlmann und die Innerschweizer Künstlerin Ursula Stalder zum wechselnden Teilnehmerfeld des Symposiums.

Reise nach China
Die Kunstschaffenden aus Europa, Asien, Australien und – etwas weniger – den USA schaffen ihre Werke vor Ort; allerdings aufgrund vorgängig eingereichter Konzepte und mitgebrachter Elemente. Und auch die Performances – ein wichtiges Instrument der unmittelbaren künstlerischen Kommunikation – finden ihre Form vor Ort. Das Symposium ist ja nur bedingt eine Ausstellung; integral dazu gehört die «Nomadic Party» – das heisst eine gemeinsame Reise. Diese führte in den vergangenen Jahren nicht nur auf zwei Korea vorgelagerte Inseln, sondern 2006 auch an die Demarkationslinie zu Nordkorea, wo bekanntlich seit Jahrzehnten Schweizer gute Dienste leisten. Dieses Jahr wird die Gruppe nach China reisen, um auf der einstigen «SeidenStrasse» über Handelswege einst und jetzt, über Kommunikationsformen und die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur nachzudenken und in spontanen Aktionen zum Ausdruck zu bringen.

Videos auf BT-Online
Eine dieser Aktionen wird direkt im «Bieler Tagblatt» stattfinden. susanne muller wird – so denn die Technik mitmacht – von anfang August bis Projektende regelmässig einen kurzen Videofilm an die Redaktion senden. Das Video wird auf BT-Online veröffentlicht, auf der Kulturseite wird fotografisch darauf hingewiesen.

Vorab wird aber in der ArcoGalerie (dem Zentrum für zeitgenössische Kunst) in Seoul quasi die gemeinsame Basis gelegt. Aus Anlass des 15-Jahr-Jubiläums werden heuer ausschliesslich Kunstschaffende mit von der Partie sein, die früher schon mit dabei waren. susanne muller wird – ähnlich wie bei der Installation im Bahnhof-Parking mit einer «falling camera» arbeiten, welche das Gleichgewicht der Welt temporär aus den Angeln zu heben scheint. Daniela da Maddalena wird, wie schon 2009, mit 100 Prozent ökologischen Plastiksäckchen arbeiten, die sie mit Luft gefüllt dem Wind aussetzt oder mit Wasser in weich modulierbare Form bringt – beides mit Hilfe der Besuchenden. Dass die beiden auch in der Schweiz als «Botschafterinnen» betrachtet werden, dokumentieren die Reise-Beiträge welche die Stadt Biel, der Kanton Bern, die Gemeinde Prêles und andere Institutionen hiezu gesprochen haben.

Nächstes Jahr soll die «Nomadic Party» in die Schweiz führen – bereits laufen Verhandlungen mit dem Marzili-Bad in Bern, das Standort für die Installationen und Performances sein könnte.
Stichwörter: Kultur

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