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Kanton Bern

Der Kanton Bern fördert Kulturprojekte in Biel

Aus 41 Bewerbungen für den Förderakzent «Perspektivenwechsel – Impulsbeiträge für Kooperationsprojekte» hat die Jury die sieben besten Projekte ausgewählt. Unter anderem auch die Bieler Fototage.

Bild: bt/a

Das Ziel der Ausschreibung ist es die Zusammenarbeit und den Austausch von Kulturschaffenden mit Akteuren aus anderen gesellschaftlichen Bereichen zu fördern. Von diesem Perspektivenwechsel profitieren sowohl die Beteiligten als auch das breite Publikum. Die Förderung der kulturellen Teilhabe ist eines der Hauptanliegen der kantonalen Kulturstrategie 2018.
 
Die Bandbreite der gewählten Partnerorganisationen war gross: Sie reichte vom lokalen Gewerbeverband über Verwaltungsangestellte oder Naturwissenschaftlerinnen bis hin zu Sportclubs. Auch die Anzahl der anvisierten Partnerschaften variierte stark.
Die siebenköpfige Jury wählte insgesamt sieben Projekte, die in ihrer Innovation, Kreativität und Nachhaltigkeit überzeugten. Insgesamt werden 251'000 Franken vergeben, um die Kooperationsprojekte zu ermöglichen.


Fotoforum Pasquart, Projekt Photographie, mémoire et bonheur (18'000 Franken)
Die Bewohnerinnen und Bewohner zweier Bieler Alterssiedlungen erkunden mit den Kulturvermittlerinnen des Fotoforums den Zusammenhang zwischen Glück, Erinnerung und Fotografie. Das Projekt wird abschliessend in Form einer Ausstellung der breiten Öffentlichkeit präsentiert.
 

Projekt Kidswest In Aktion (20'000 Franken)
Die Verantwortlichen des Projekts bieten seit Jahren Kindern und Jugendlichen verschiedener Nationalitäten die Gelegenheit, vielfältige Formen von kulturellem Schaffen kennenzulernen und auch selber künstlerisch tätig zu werden. In den nächsten zwei Jahren sind Teilhabeprojekte mit Altersheimen, Polizeibehörden sowie Politikerinnen und Politikern vorgesehen.


Bieler Fototage, Projekt Promotion de la santé au travers de la participation culturelle (20'000 Franken)
In einem mehrstufigen Programm bearbeiten Frauen im Migrationskontext das Thema mentale Gesundheit – anhand einer geleiteten Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie. Die Kulturvermittlerinnen der Bieler Fototage entwickeln das Projekt mit dem schweizweit tätigen Verein «femmesTische».


Dino Rigoli, «amt für wahrnehmung», Projekt CORVO (25'000 Franken)
Der bildende Künstler Dino Rigoli und Stadtgrün Bern wechseln die Perspektive auf die Saatkrähen: Vordergründig oft als Plagegeister wahrgenommen, sind sie eigentlich intelligente und soziale Wesen. Eine Webcam, ein Beobachtungsturm sowie ein Comic bringen die gesellig-kommunikativen Vögel den Anwohnerinnen und interessierten Passanten näher.


Bernisches Historisches Museum, Projekt Sayra – Spaziergänge mit Geflüchteten durchs Museum (50'000 Franken)
Menschen mit Fluchterfahrung werden zu Museumsguides ausgebildet. Die persönlichen Erfahrungen und neuen Blickwinkel auf aussereuropäische Sammlungsbestände ermöglichen neue Erkenntnisse. Projektpartner ist der Verein «Multaka Bern», der sich zum Ziel gesetzt hat, den Dialog zwischen Asylbewerbenden und lokaler Bevölkerung zu stärken.


Museum Schloss Burgdorf, Projekt Kultur-Gut-Leben (58'000 Franken)
Das Museum Schloss Burgdorf macht in Zusammenarbeit mit Pro Burgdorf, der Vereinigung der Detaillisten, Dienstleisterinnen und Gewerbetreibenden, sein gesammeltes Kulturgut in Handwerks- und Gewerbebetrieben in der Stadt sichtbar und schafft neue Bezüge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen musealen Objekten und Alltagsgegenständen.
 

Atelier ROHLING, Projekt Problem / Gelegenheit Ein Zusammenspiel (60'000 Franken)
Etiketten wie «psychisch krank», «behindert» oder «geflüchtet» überdecken die Qualitäten, das Wissen und die Fähigkeiten der Personen, die dahinterstecken. Zusammen mit der katholischen Kirche der Region Bern will das Projekt soziokulturelle Arbeit mit künstlerischen Produktionen verknüpfen und so Menschen am Rande der Gesellschaft in den Fokus rücken. mt
 

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