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Neues Schuljahr

Start für den Unterricht mit dem Lehrplan 21

Am Montag, 13. August, beginnt für mehr als 100‘000 Kinder und Jugendliche wieder die Schule. Gleichzeitig startet das neue Schuljahr mit einer Premiere: Für die Kinder vom Kindergarten bis zum 7. Schuljahr gilt erstmals der Lehrplan 21.

Symbolbild: Keystone

Einführung Lehrplan 21
Im Schuljahr 2018/2019 wird an den deutschsprachigen Volksschulen im Kanton Bern vom Kindergarten bis zum 7. Schuljahr erstmals nach dem Lehrplan 21 unterrichtet. Im Schuljahr 2019/2020 gilt er bis ins 8. Schuljahr und ab Schuljahr 2020/2021 für die gesamte Volksschule. Schulen und Lehrpersonen haben bis Ende Juli 2022 Zeit, ihn sorgfältig einzuführen. Der Lehrplan 21 vereinheitlicht die Ziele der Volksschule in der Deutschschweiz. Er erleichtert die Mobilität der Schülerinnen und Schüler und der Lehrpersonen. Der Lehrplan 21 bildet zudem eine einheitliche Grundlage, um Lehrpersonen auszubilden und um Lehrmittel zu entwickeln, heisst es in der Medienmitteilung.

 

Plan d’études romand
Der Lehrplan 21 ist ein Element der «Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule» (HarmoS-Konkordat). Dieses schreibt für die Sprachregionen einheitliche Lehrpläne vor. Die Romandie und damit auch der französischsprachige Teil des Kantons Bern haben bereits 2011 den «Plan d’études romand» (PER) eingeführt, heisst es weiter.

 

Mehr Unterrichtszeit, dafür weniger Hausaufgaben
Für die Schülerinnen und Schüler bringt der Lehrplan 21 keine grundlegenden Änderungen. Sie werden in den gleichen Fachbereichen wie bisher unterrichtet. Der neue Lehrplan stärkt jedoch die Fachbereiche Deutsch, Mathematik sowie Medien und Informatik mit zusätzlichen Lektionen. Um die längere Unterrichtszeit auszugleichen, erhalten die Kinder weniger Hausaufgaben. Mit dem Lehrplan 21 sind auch weniger Beurteilungsberichte (Zeugnisse) vorgesehen als bisher. Dafür erhält die Förderung der Schülerinnen und Schüler mehr Gewicht. Entsprechend grösser wird die Bedeutung der Elterngespräche im Sinn von Standortbestimmungen, heisst es in der Pressemitteilung.

 

Schuljahresbeginn 2018/2019: Leicht mehr Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr
Die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen an den öffentlichen Kindergärten und Volksschulen des Kantons Bern ist wieder etwas höher als im vergangenen Schuljahr. Es dürften rund 105‘000 Schülerinnen und Schüler sein. Diese verteilen sich auf 470 Schulen mit insgesamt 1‘191 Schulstandorten. Da die Geburtenzahlen im Kanton Bern während der letzten zehn Jahre um 12 Prozent gestiegen sind, wird in den nächsten Jahren die Zahl der Schülerinnen und Schüler an der Volksschule weiter zunehmen, heisst es weiter. mt

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