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Kanton Bern

Regierungsrat will beste Lösung zur Erhaltung des Standorts

Die Erhaltung der Spitalstandorte im Berner Jura sowie der damit verbundenen Arbeitsplätze hat für den Regierungsrat des Kantons Bern Priorität. In einem Antwortschreiben an die jurassische Kantonsregierung erinnert er daran, dass der geplante Verkauf des Spitals Moutier nur eine von mehreren Optionen ist.

Symbolbild: bt/a

In einem Schreiben an die jurassische Kantonsregierung erinnert der Regierungsrat an seine an der tripartiten Konferenz vom 27. Juni eingegangene Verpflichtung, alles daran zu setzen, um die Lage in Moutier zu beruhigen und zwischen den beiden Kantonen den Weg der Normalisierung fortzusetzen, heisst es in der Medienmitteilung.

Das Vorhaben des Kantons Bern, das Spital Moutier zu verkaufen, sei nicht neu, unterstreicht der Regierungsrat in seinem Schreiben. Die jurassische Regierung selbst habe in ihrer Antwort vom 15. Mai auf die parlamentarische Anfrage Gigon auf diese Möglichkeit hingewiesen, indem sie betonte, der Regierung oder dem Spital Jura stünden keine rechtlichen Mittel zur Verfügung, um sich dem Verkauf des Spitalstandorts Moutier an eine private Trägerschaft zu widersetzen, heisst es weiter.

 

Bedürfnis nach Stabilität
Für den Regierungsrat liegt die Priorität bei der Erhaltung der bernjurassischen Spitalstandorte sowie der damit zusammenhängenden Arbeitsplätze. Die in Moutier herrschende Ungewissheit beeinträchtige den Betrieb des Hôpital du Jura bernois (HJB) an seinen Standorten in Moutier und Saint-Imier und erschwere die kantonale Spitalplanung. Die Spitalleitung und das Personal bräuchten für die Zukunft stabile Verhältnisse und Sicherheit. Da es derzeit keine anderen konkreten Perspektiven gebe, hat der Verwaltungsrat des HJB beschlossen, den Verkauf des Spitals Moutier in die Wege zu leiten.

Der Verwaltungsrat des HJB geniesst das volle Vertrauen des Regierungsrates. Solange keine andere Lösung in Sicht ist, ist die bernische Kantonsregierung nicht bereit, den Verkauf auszusetzen. Die Suche nach einer dauerhaften Grundlage für die Zukunft des Spitals Moutier ist dringend, da sich die Spitallandschaft rasch verändert. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, das Ergebnis der Verhandlungen über den allfälligen Kantonswechsel Moutiers abzuwarten, heisst es in der Pressemitteilung.

 

Weitere Optionen
Wie der Gesundheitsdirektor des Kantons Bern seinem jurassischen Amtskollegen mitgeteilt hat, sind der Regierungsrat und der Verwaltungsrat offen für weitere Optionen, wie zum Beispiel eine Übernahme des Spitals Moutier durch drei Aktionäre: Die Kantone Bern und Jura sowie eine private Trägerschaft. Sobald die Kantonszugehörigkeit der Stadt Moutier definitiv geklärt ist, könnte dann einer der beiden Kantone seine Anteile verkaufen, heisst es weiter. mt

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