Sie sind hier

Unwetter

Mehrere Berner Dörfer überschwemmt

Anhaltender Niederschlag behält die Schweiz im Griff - kommt das Schlimmste erst noch? Im Moment ist die Verwüstung gross. Mehrere Autos sind weggeschwemmt worden, Verletzte gab es bisher jedoch nicht. AKTUALISIERT 13:00

  • 1/24 Schüpfheim (LU). Bilder: Keystone / Staatsanwaltschaft Luzern
  • 2/24 Schüpfheim (LU). Bilder: Keystone / Staatsanwaltschaft Luzern
  • 3/24 Schüpfheim (LU). Bilder: Keystone / Staatsanwaltschaft Luzern
  • 4/24 Schüpfheim (LU). Bilder: Keystone / Staatsanwaltschaft Luzern
  • 5/24 Zäziwil. Bilder: Keystone
  • 6/24 Zäziwil. Bilder: Keystone
  • 7/24 Schüpfheim. Bilder: Keystone
  • 8/24 Schüpfheim. Bilder: Keystone
  • 9/24 Schüpfheim. Bilder: Keystone
  • 10/24 Schüpfheim. Bilder: Keystone
  • 11/24 Schüpfheim. Bilder: Keystone
  • 12/24 Schüpfheim. Bilder: Keystone
  • 13/24 Schüpfheim. Bilder: Keystone
  • 14/24 Konolfingen. Bilder: Keystone
  • 15/24 Mirchel. Bilder: Keystone
  • 16/24 Mirchel. Bilder: Keystone
  • 17/24 Mirchel. Bilder: Keystone
  • 18/24 Mirchel. Bilder: Keystone
  • 19/24 Mirchel. Bilder: Keystone
  • 20/24
  • 21/24
  • 22/24
  • 23/24
  • 24/24
zurück

Live-Ticker

Heftige Niederschläge haben am Montagnachmittag in der Gemeinde Sumiswald verschiedene Bachläufe über die Ufer treten lassen. Die Situation hat sich seither beruhigt. Betroffen ist insbesondere die Region und das Dorf Wasen. Der über die Ufer getretene Hornbach hat Strassenabschnitte und Gebäude beschädigt. Die Sägerei Rudolf Nyffenegger AG im Dorf Wasen wurde durch die Wassermassen massiv beschädigt; mehrere Maschinen wurden zerstört. Ein Löschzug der Feuerwehr befindet sich vor Ort. Im Restaurant Riedbad waren mehrere Personen über Nacht von der Umwelt abgeschnitten. Am Dienstagvormittag konnte der Zugang wieder hergestellt werden. Das Industrieareal der MEWAG steht unter Wasser; das Wasser wird abgepumpt. Die Strasse Hornbach bleibt vorläufig gesperrt; einige Strassenabschnitte wurden unterspült. Schäden in Kellern und Garagen sind durch Wasser und Schlamm entstanden. Für Anstösser ist die Strasse Hornbach eingeschränkt befahrbar. Sumiswald: Bachläufe sind gestern Montag über die Ufer getreten. Das Schadensausmass ist gering. Die Wetterprognosen lassen eine weitere Entschärfung der Lage erwarten, sodass sich die Einsatzkräfte voll und ganz auf die Aufräum- und Sicherungsarbeiten konzentrieren können. Infolge des wassergesättigten Bodens kann es zur Bildung von Hangmuren und Rutschungen kommen.


pkb. In der Nacht auf Dienstag sind bei der Kantonspolizei Bern weitere Unwettermeldungen eingegangen. Wiederum mussten mehrere Feuerwehren aufgeboten werden. Aufgrund der vorbeiziehenden Gewitterfront und dem anschliessenden Dauerregen registrierten die Einsatzzentralen der Kantonspolizei Bern seit den Nachmittagsstunden von Montag, 28. Juli 2014, zahlreiche Unwettermeldungen (vgl. auch Medienmitteilung vom Vortag). Zwischen Montag, 1545 Uhr und Dienstag, 29. Juli 2014, 1000 Uhr, gingen insgesamt rund 140 Anrufe ein. Insbesondere betroffen war die Region Mittelland-Emmental-Oberaargau. Rund die Hälfte aller Meldungen kamen aus der Region Kiesental und dem Gebiet rund um die Emmentaler Gemeinden Sumiswald, Röthenbach im Emmental und Lützelflüh. Weitere Meldungen gingen aus den Verwaltungskreisen Thun und Frutigen-Niedersimmental ein. Gemeldet wurden vor allem Wassereinbrüche in Gebäude, über die Ufer tretende Bäche und Flüsse sowie überschwemmte Strassen. Örtlich kam es zu Verkehrsbehinderungen. Mehrere Strassen mussten aufgrund von Wasser oder Erdrutschen vorübergehend gesperrt werden. Auch der Bahnverkehr war teilweise eingeschränkt. Aktuellen Erkenntnissen zufolge kamen keine Personen zu Schaden.Gefahr von Erdrutschen.


Hochwasseralarm für den Bielersee: http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/biel/regierungsstatthalteramt-biel-meldet-hochwasseralarm-sms (siehe nebenstehender Artikel) Im Mattequartier in Bern ist die Situation unter Kontrolle, wie bernerzeitung.ch schreibt. Erstaunlich, wie gut der Pegelstand während der letzten Niederschläge habe reguliert werden konnen. Für grosse Teile des Kanton Bern gilt weiterhin eine Unwetterwarnung. Bis Dienstagnachmittag rechnen die Meteorologen mit Niederschlagsmengen zwischen 45 und 60 Liter pro Quadratmeter, örtlich könne es auch mehr werden. Da die Böden vielerorts gesättigt sind, besteht eine erhöhte Gefahr von Erdrutschen.


Angespannte Lage wegen Erdrutschen, aber kaum Gefahr an den Flüssen. Das ist das Fazit nach dem gestrigen Unwettertag. Die Kantonsstrasse ins Melchtal OW ist laut blick.ch unterbrochen. Die Gemeinde Kerns teilte mit, dass die Zufahrt ins Melchtal ab St. Niklausen wegen eines Erdrutsches bis auf weiteres geschlossen sei. Das Geschiebematerial werde abtransportiert. Wegen des Erdrutsches fallen auch die Postautos zwischen St. Niklausen und Stöckalp aus. Die Kantonspolizei St. Gallen hat im Zusammenhang mit den heftigen Regenfällen insgesamt 130 Feuerwehreinsätze ausgelöst, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Allein in Altstätten standen die Einsatzkräfte in 86 Fällen im Einsatz. Durch das Stadtzentrum wälzten sich Wassermassen und rissen Schlamm, Geröll und Schutt mit sich. Viele Keller und Tiefgaragen von Privathäusern und Industrieanlagen seien geflutet worden, hiess es. Die Höchststände von Aare, Reuss, Limmat und Rhein bleiben unter den prognostizierten Werten zurück, wie die Führungsstab des Kantons Aargau mitteilt. Der Kanton werde die Lage rund um die Aargauer Gewässer aber weiter intensiv beobachten. Die Lage bleibe angespannt. Für die Bevölkerung bestehe aktuell jedoch keine Gefahr. Trotzdem weist der Kantonale Führungsstab immer noch darauf hin, dass aus Sicherheitsgründen Aktivitäten in der Nähe von Gewässern zu unterlassen sind und warnt ausdrücklich davor, sich in oder auf Fliessgewässer zu begeben. Auch Bäche und kleinere Flüsse können bei starken Gewittern schnell ansteigen.


Die aktuelle SItuation auf den Strassen (Quelle: Verkehrsinformation SRF): - 213 - Hauptstrasse: Stalden - Täsch: Zwischen St. Niklaus und Stalden in beiden Richtungen gesperrt, Erdrutsch - Hauptstrasse Schallenberg: Wiggen Richtung Thun: Zwischen Marbach und Schangnau Wasser auf der Fahrbahn, gesperrt - Hauptstrasse: Berneck - Heerbrugg: Zwischen Berneck und Heerbrugg in beiden Richtungen gesperrt, Verkehrsbehinderung durch Hochwasser bis 29.07.2014 12:00 Uhr - Kantonsstrasse: Altstätten - Trogen: Zwischen Altstätten und Ruppen in beiden Richtungen gesperrt, Verkehrsbehinderung durch Hochwasser - Kantonsstrasse: Eggiwil Richtung Schangnau: Zwischen Heidbühl und Schangnau Wasser auf der Fahrbahn, gesperrt - Kantonsstrasse: Malters - Kriens: Zwischen Hergiswald und Obernau in beiden Richtungen gesperrt, Erdrutsch bis 31.07.2014 23:59 Uhr - Kantonsstrasse: Wattenwil - Thierachern: Zwischen Forst und Längenbühl in beiden Richtungen gesperrt, Gefahr durch Überschwemmung, eine Umleitung ist eingerichtet


(pkb) Nach den anhaltenden und teils heftigen Niederschlägen sind bei der Kantonspolizei Bern am Montagnachmittag rund 90 Unwettermeldungen eingegangen. Vielerorts drang Wasser in Gebäude ein. Auch traten Bäche über die Ufer.

Während und nach den örtlich teils heftigen und anhaltenden Niederschlägen vom Montag, 28. Juli 2014, registrierten die Regionalen Einsatzzentralen der Kantonspolizei Bern zwischen 15.45 Uhr und 19.00 Uhr rund 90 Unwettermeldungen. Die Hälfte aller Anrufe ging alleine zwischen 1630 und 1730 Uhr ein. Vielerorts stehen die Regionalfeuerwehren im Einsatz.

Die Meldungen betrafen fast ausschliesslich die Region Mittelland-Emmental-Oberaargau. Aus der Region Kiesental, rund um den Belpberg und im Gebiet Sumiswald/Trub wurden vorwiegend Wassereinbrüche in Liegenschaften gemeldet. Auch traten Bäche über die Ufer. Zudem kam es örtlich zu Verkehrsbehinderungen, weil sich auf den Fahrbahnen Wasser ansammelte. Die Kantonsstrasse Konolfingen-Zäziwil und die Hauptstrasse zwischen Bowil und Zäziwil musste für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Weiter ist auch die Bahnlinie von den Unwettern betroffen.

Bahnverkehrsinformationen finden sich bei den entsprechenden Unternehmen.

Lesen Sie hier die Zusammenfassung der Nachrichtenagnetur SDA

Lesen Sie hier: Bumbach - grosse Angst vor der Nacht

 

 

Nachrichten zu Kanton Bern »