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Gametipp

«Daemon X Machina»: Ein ganz besonderes Videospiel aus Japan

Entwickler-Legende Kenichiro Tsukuda hat ein Videospiel kreiert, das vor allem Fans von japanischen Spielen und Freunde der Anime-Kultur begeistern wird.

Bilder: zvg
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Simon Dick

Die Geschichte ist herrlich kurios und ein Sammelsurium an Merkmalen und Stilmitteln der japanischen Videospielkunst: In der fernen Zukunft hat die Menschheit ein riesiges Netzwerk von sehr intelligenten Maschinen entwickelt, das diverse Arbeiten erledigt, um Wohlstand und vor allem Sicherheit zu garantieren.

Doch diese Maschinen wenden sich nun gegen ihre Schöpfer. Immer mehr Mechs, raffinierte Roboter-Kampfmaschinen, wehren sich gegen die angebliche Unterdrückung, werden von einer noch grösseren Macht kontrolliert und in den Krieg geschickt.

Also gilt es nun selber in eigene mechanische Kampfanzüge zu schlüpfen und die selbst erschaffenen Feinde zu bändigen. Dabei ist es wichtig, den Gegner nicht einfach zu zerstören, sondern auch die hinterlassenen Waffen einzusammeln, um sich einen eigenen Vorteil zu verschaffen.

Es gibt viel zu tun
Das Spiel ist in verschiedene Missionen unterteilt, in denen man mit der Unterstützung von anderen Blechkameraden ein bestimmtes Arsenal von den bösen Mechs säubern muss. Dabei wird wie wild herumgeflogen, auf den Abzug gedrückt und Objekte aufgesammelt. Vor und nach jeder Mission wird in oft langen Dialogen das ganze Geschehen analysiert und der Spieler, die Spielerin bekommt mehr Hintergrundinformationen zum Konflikt geliefert.

Alle Wünsche wurden erfüllt
Seit das Spiel zum ersten Mal vorgestellt wurde, waren die Reaktionen äusserst erfreulich. Ein grosses Actionspiel, das nur exklusiv auf der Nintendo Switch erhältlich sein wird und zudem auch noch einen besonderen Japan-Stempel auf sich trägt, weckte die Vorfreude.

Nun ist «Daemon X Machina» endlich da und man darf sehr zufrieden sein. Das Mech-Abenteuer könnte kaum japanischer daher kommen. Das Artdesign, die comicbunte Action und die teils sehr schrägen Figuren sind genau das, was man sich von einem solchen Videospiel aus Japan erhofft hat.

Es braucht Zeit und Geduld
Um jedoch tief in das Spiel und seine vielen Kampfmöglichkeiten einzutauchen, braucht es Zeit und Geduld. Alles will sich in den ersten Stunden überhaupt nicht erschliessen. Auch wenn der Titel die Spieler an die Hand nimmt, muss man selber viel ausprobieren und sich orientieren.

Auch die Geschichte wird immer abstruser und zahlreiche Charaktere wollen genau eingeordnet werden. Wer sich aber auch hier Zeit lässt, bekommt nicht nur eine spannende Story serviert, sondern auch ein intensives Actionspiel, das sich leicht steuern lässt.

Bunt, verrückt und verwirrend
Fazit: «Daemon X Machina» ist bunt, verrückt und verwirrend. Genau so muss ein Spiel aus Japan aber sein. Diese krude Mixtur wird zweifellos nicht alle Spielerinnen und Spieler begeistern, aber das muss sie auch nicht. Wer ein Faible für japanische Erzählkunst und Anime-Ästhetik besitzt, wird in diesem Spiel schnell und komplett versinken.

«Daemon X Machina» ist ab dem 13. September exklusiv erhältlich für Nintendo Switch und freigegeben ab 12 Jahren.


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