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„Krawattenzwang“

Zusammen erleben

Im persönlichen Blog berichtet Bernhard Rentsch, publizistischer Leiter der Gesamtredaktion und Chefredaktor „Bieler Tagblatt“ wöchentlich über Erlebnisse im privaten wie im beruflichen/gesellschaftlichen Leben – dies immer mit einem Augenzwinkern. Heute: Zusammen erleben.

Krawattenzwang: Bernhard Rentsch
  • Dossier

Die Jahreszeit mit tollen warmen Sommertagen lädt uns alle ein, nach draussen zu gehen und zusammen zu sein. In Zusammenhang mit den aktuell laufenden Fussball-Weltmeisterschaften ist der Begriff „public viewing“ in aller Mund. Es ist eine Wortkombination aus dem Englischen, die tatsächlich für das gemeinsame öffentliche Angucken von Fussballspielen ausgelehnt wurde – erstmals 2006 anlässlich der WM in Deutschland.

„Public“ ist aber nicht nur der Fussball im TV. Aktuell erleben wir ganz viele „publics“, da könnte man vielmehr von „public living“ sprechen. Alle Feste und/oder Vereinsanlässe laden ein, gemeinsame Zeit zu verbringen. Gar das Hochzeitsapéro, bei welchem eine Musikgesellschaft dem Brautpaar zumindest halböffentlich ein Ständchen widmet, kann dazu gezählt werden. Miterlebt am letzten Samstag durch die Musikgesellschaft Walperswil – die Anwesenden auf der Seematte in Sutz wurden bestens unterhalten. Merci.

Auch „public“ ist ein Grossanlass wie die Bieler Braderie. Man geht an sich ziellos in die Stadt und befindet sich rasch einmal mitten im Geschehen. Dass da die verschiedenen Interessen beim Zusammensein irgendwann an Grenzen gelangen, ist klar. Nicht alle verstehen das Gleiche unter Freizeit und Erholung. Glücklich ist, wer die nötige Toleranz kennt und Verständnis für andere aufbringt. Der Sommer läuft weiter, wir erleben Vieles zusammen draussen. Gut so – ich freue mich auf viele Begegnungen und bin jederzeit offen für einen Schwatz. Sie dürfen mich „anquatschen“, bitte.


brentsch@bielertagblatt.ch

Twitter: @BernhardRentsch

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