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Öffentlicher Verkehr

Zehn neue Trolleybusse für Biel

Ab Frühling 2018 werden auf dem Liniennetz der Verkehrsbetriebe Biel zehn neue Trolleybusse für weniger Lärm und bessere Luft sorgen. Mit dem Swisstrolley 5 der Firma Carrosserie Hess AG hat sich ein Schweizer Produkt in der öffentlichen Ausschreibung durchgesetzt.

Neues Design: Ab 2018 verkehren auf den Bieler Strassen zehn Trollybusse der Carrosserie Hess AG. zvg

Die neuen Trolleybusse werden ab Frühling 2018 die Hälfte der bisherigen Fflotte der Verkehrsbetriebe Biel (VB) komplett ablösen. Die 10 Trolleybusse 1997/98 haben ihr Lebensende erreicht und müssen altersbedingt ersetzt werden.

Umweltfreundlich und behindertengerecht

Die neuen Trolleybusse vom Typ «Swisstrolley 5» besitzen anstelle des Dieselhilfsmotors eine Batterie, die ein fahrdrahtloses Fahren im elektrischen Betrieb über kürzere Distanzen ermöglicht. Damit können die neuen Trolleybusse auch bei Baustellen oder Umleitungen, wie zum Beispiel an der Braderie oder Fastnacht, künftig im Linienbetrieb komplett elektrisch eingesetzt werden. Die aktuell im Einsatz stehenden Trolleybusse müssen in diesen Fällen zum Teil durch Dieselbusse ersetzt werden.

Dank den neuen Bussen können die VB ihren Schadstoffausstoss sowie den Lärm zugunsten einer besseren Lebensqualität in der Stadt Biel weiter reduzieren. Die neuen Trolleybusse sind zudem komplett niederflurig und weisen bei den Türen 2 und 3 grosse Multifunktionsflächen auf. Damit verbessern die VB das Angebot für Menschen mit eingeschränkter Mobilität auch auf den Trolleybuslinien, und Eltern mit Kinderwagen finden ein besseres Platzangebot vor.

Gemeinsame Beschaffung mit Bern

Die VB und Bernmobil haben im April 2016 die Beschaffung von neuen Trolleybussen gemeinsam öffentlich ausgeschrieben. Das beste Angebot hat die Firma Carrosserie HESS AG aus Bellach eingereicht. «Wir freuen uns mit dieser Ersatzbeschaffung die Elektromobilität in der Stadt Biel weiter voranzutreiben» freut sich VB-Direktor Christophe Kneuss.

Die VB werden die zehn Gelenktrolleybusse mit einem Gesamtwert von rund 10 Millionen Franken bestellen. Die Fahrzeuge sollen von März bis Juli 2018 geliefert und in Betrieb genommen werden. mt/emg

Kommentare

ligerius47

@Observador: Ihre Gedanken sind zukunftsweisend. Solange die ÖV Subventionen fliessen wird sich daran jedoch nichts ändern. Viele Menschen können die Steuern, die Krankenkasse, und den Mietzins nicht mehr bezahlen. Immer mehr Schweizer driften in die Armut. Dann werden die Steuer Einnahmen sinken und die Quersubventionierung des ÖV wird reduziert. Erst dann @Observador werden ihre Ideen zur Diskussion kommen.


Observador

@ligerius47: Die leeren Busse sind mir auch schon aufgefallen und diese dürften teuer sein für die VB. Ökologisch ist es ein Wahnsinn, für zwei Leute einen Gelenktrolley zu bewegen. Ökonomisch komischerweise nicht mehr, denn der Fahrer ist mit Abstand das Teuerste am Betrieb. Man muss also auf die Zukunft hoffen (fahrerlose Busse) oder eine Art Sammeltaxi einrichten, das quer durch die Stadt fährt und vielleicht per App vorausbestellt werden kann. So wie jetzt ist es ein Luxus. Lösungen sind wegen dem Komfortverlust schwierig. Ein Ausdünnen des Fahrplans zu Randzeiten scheint mir sinnvoll, vielleicht mit dem gleichzeitigen Einführen von Sammeltaxis. Dabei könnte es auch für private Taxifahrer sinnvoll sein, mitzumachen und nicht herumzustehen.


Boezinger

Es ist höchst verwerflich und inakzeptabel wie fahrlässig die VB immer wieder fremdes Geld verschwenden!


ligerius47

Wie man es auch rechnet, bezahlen wird das ganze der Steuerzahler und Fahrgast. Bedenkt man, dass nach 20.00 Uhr bis Mitternacht die grossen Busse praktisch leer ihre Runden drehen darf man sich schon fragen wo die ÖV Ökologie steht. Die Grünen Umweltschützer bekämpfen alles andere nur diesen leerlauf nicht nicht. Kneuss wird das nicht ändern und weiterhin von seinen Elektrobussen träumen.


Observador

@Tinu vo ipsach: Werter Herr, ich hatte mir eine vereinfachte Form der Darstellung erlaubt. Wie hoch der Zins für die Geldbeschaffung oder die Alternativkosten genau sind, weiss ich nicht. Ich nahm einmal 5% an und kam somit auf die Fr. 500'000.-. Das ist natürlich nicht die ganze Laufzeit des Kredits so, weil die Schuldsumme sich durch Rückzahlungen vermindert. Diese Alternativkosten kommen jedoch zu den Amortisationskosten hinzu! Und die Aussage ist richtig, dass im ersten Jahr alleine die Finanzierungskosten ohne Amortisation bei einem Zinssatz von 5% Fr. 500'000.- betragen. Das ist eine Menge Geld, wenn man bedenkt, dass etwa die Weihnachtsbeleuchtung wegen Fr. 7'000.- gestrichen wurde und eine Unzahl von kleinen und kleinsten Beträgen dem Streichkonzert zum Opfer fielen.


Observador

@Tinu vo ipsach: Werter Herr, ich hatte mir eine vereinfachte Form der Darstellung erlaubt. Wie hoch der Zins für die Geldbeschaffung oder die Alternativkosten genau sind, weiss ich nicht. Ich nahm einmal 5% an und kam somit auf die Fr. 500'000.-. Das ist natürlich nicht die ganze Laufzeit des Kredits so, weil die Schuldsumme sich durch Rückzahlungen vermindert. Diese Alternativkosten kommen jedoch zu den Amortisationskosten hinzu! Und die Aussage ist richtig, dass im ersten Jahr alleine die Finanzierungskosten ohne Amortisation bei einem Zinssatz von 5% Fr. 500'000.- betragen. Das ist eine Menge Geld, wenn man bedenkt, dass etwa die Weihnachtsbeleuchtung wegen Fr. 7'000.- gestrichen wurde und eine Unzahl von kleinen und kleinsten Beträgen dem Streichkonzert zum Opfer fielen.


Observador

@Tinu vo ipsach: Werter Herr, ich hatte mir eine vereinfachte Form der Darstellung erlaubt. Wie hoch der Zins für die Geldbeschaffung oder die Alternativkosten genau sind, weiss ich nicht. Ich nahm einmal 5% an und kam somit auf die Fr. 500'000.-. Das ist natürlich nicht die ganze Laufzeit des Kredits so, weil die Schuldsumme sich durch Rückzahlungen vermindert. Diese Alternativkosten kommen jedoch zu den Amortisationskosten hinzu! Und die Aussage ist richtig, dass im ersten Jahr alleine die Finanzierungskosten ohne Amortisation bei einem Zinssatz von 5% Fr. 500'000.- betragen. Das ist eine Menge Geld, wenn man bedenkt, dass etwa die Weihnachtsbeleuchtung wegen Fr. 7'000.- gestrichen wurde und eine Unzahl von kleinen und kleinsten Beträgen dem Streichkonzert zum Opfer fielen.


Tinu vo Ipsach

Ein Investitionsvolumen von 10 Millionen generiert jährliche Zinskosten von CHF 500 000! Ooops da möchte ich mal sehen, was da gerechnet wurde. sie verwechseln das wohl mit den Abschreibungen. Eine Investition von 10 Mio CHF die linear über eine Lebensdauer von 20 Jahren abgeschrieben wird verursacht Abschreibungen von 500 000 pro Jahr. Das hat mit Zinsen überhaupt nichts zu tun und da fliesst auch kein Geld, weder an die Banken nochan die Schwanenkolonie. Sie verwechseln das wohl mit dem Radetzky Marsch?


Biennensis

Sehr geehrter Herr jost.rindlisbacher: Was verstehen Sie eigentlich unter Kritik? Kritik ist im Grunde nichts anderes als eine subjektive Beurteilung, also eine persöhnliche Meinung, ein Feedback. Und was genau habe ich kritisiert? Fakten (Bestellliste 2016-18) mit den akuten Finanzen der Stadt Biel in Erwägung zu bringen hat mit Kritik wirklich nichts zu tun. Zweitens mache ich mir aufgrund der katastrophalen finanziellen Situation (Kredite - ein Leben auf Pump) so meine Gedanken (ganz legitim), ob und wie lange wir das uns in der jetzigen Form noch leisten können - oder - wie lange geht das noch gut? Einige werden jetzt schreiben: Was hat der Biennensis doch nur für ein Luxus-Problem! Die Finanzierung kommt doch aus einem ganz anderen Kässeli. Und was steht vor dem "anderen" Kässeli - ist es nicht etwa auch ein Kredit-Kässeli?


Observador

@jost.rindlisbacher: Bei einem Investitionsvolumen von 10 Millionen sind allein die jährlichen Zinskosten Fr. 500'000.-. Verlorenes Geld, das andernorts fehlt. Geld für die Schwanenkolonie, den Tierpark oder die Gassenküche geht stattdessen an die Banken! Lustig ist, dass die Fa. Hess die Lebensdauer ihrer Trolleybusse andernorts mit 30 Jahren angibt. Der Wirtschaftlichkeit und Ökologie wegen, sollte man die Fahrzeuge so lange wie nur möglich behalten. Alles andere ist Profilsucht. Tiefere Fahrpreise würden auch mehr Leute zum Umsteigen bewegen, wären also ökologischer.


jost.rindlisbacher

Werte Kommentarschreiber. Mann kann sehr wohl alles kritisieren, und bemängeln. das ist klar, Fakt ist aber ,einmal würden die Trolleybusse sowieso ersetzt werden müssen . Es bleibt allerdings nur eines zu hoffen das dann zu diese Trolleybussen mehr sorge getragen werden wird. das hiesst , das die Sitzordnung wie in eine Car sein wird , und es keine 4 er Abteile mehr gibt , wo sehr viele ÖV Benutzer ihre schmutzigen Strassen Schuhe, beziehungsweise ihre Scheiche einfach abstützen und hinlegen, der nächste Benutzer hat dann schmutzige Hosen. Da werter Leser rege ich mich immer öfter sehr auf, denn das ist eine nur eine sauerei, und anstanzlos , Aber eben man schweigt lieber als man dieses anstanzlose Volk in den Senkel stehlt , und im anstand erklärt, ja sonst hat man wo möglich die Faust im Gesicht.


Observador

Eine Fahrt 1970: 50 Rp.; 2016: 320 Rp. 2018? Aber es ist besonders sozial, wenn eine sozialistische Stadt die Fahrpreise für den Stadtverkehr doppelt oder dreimal so stark erhöht wie die Teuerung. Herr Kneuss kann dafür mit dem Berner Verkehrsbetriebe-Direktor gleichziehen und Prestigeverlust ausgleichen. Und nicht vergessen: Nach Stadtpropaganda-Auffassung ist die Herstellung von 10 Trolleybussen ein Akt des Umweltschutzes. Die 1000 Tonnen Rohstoffe, die dafür benötigt werden und die Megawatts an Energie spart man dann ja beim Wegwerfgeschirr des Nusu ein! LOL!


Biennensis

Die VB geht weiter auf Einkaufstour: 2016, 22 neue Autobusse für Biel (12 Gelenkautobusse und 10 Normalautobusse). 2018, 10 neue Trolleybusse für Biel. Zukunftsfrage: Wie lange noch können wir uns den Luxus leisten, im Luxus zu leben?


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