Die Geschäftsberichte fehlen tatsächlich – allerdings nur auf Papier. In den Computern sind sie durchaus vorhanden.
Gerüchte dieser Art zeigen vor allem eines: Die Hoffnung der Betroffenen, dass den Verantwortlichen Delikte nachgewiesen und diese bestraft werden. Eine Hoffnung, die nicht nur die Betroffenen im Seeland hegen. Sondern auch Deutsche, die sich durch Arques und deren Tochter- und Briefkastenfirmen betrogen fühlen.
Ob tatsächlich ein betrügerischer Konkurs vorliegt, wird der Abschlussbericht des Untersuchungsrichteramtes für Wirtschaftskriminalität frühestens Ende Jahr zeigen. Das ganze Konstrukt von Arques zu durchleuchten, des deutschen Konzerns, der bereits sechs Druckereien in den Konkurs begleitet hat, ist indessen unmöglich. Hinzu kommt, dass die Grenzen zum betrügerischen Konkurs oft fliessend sind. Deshalb bleibt offen, ob es je eine Genugtuung für die vielen Betroffenen geben wird.
LOTTI TEUSCHER
- Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden oder Registrieren.

