Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 wurde das Busangebot in Grenchen massiv ausgebaut. Das Streckennetz der BGU Busbetrieb Grenchen und Umgebung AG wurde auf insgesamt rund 290'000 Kilometer erweitert; seit Dezember sind zudem acht neue Arbeitsstellen geschaffen worden und es stehen zwei neue Fahrzeuge im Einsatz.
Heute, rund ein halbes Jahr nach dieser Umstellung, liegen erste statistische Zahlen vor und diese zeichnen ein erfreuliches Bild. Hans-Rudolf Zumstein, Betriebsleiter des BGU, fasst zusammen: „Im letzten halben Jahr haben wir die Zahl der Fahrgäste auf unserem gesamten Netz um über 30 Prozent steigern können.“
Und diese Steigerung ist auf fast allen Linien bemerkbar. Wurden in der Periode vom Januar bis Juni 2009 auf dem BGU-Netz 684'734 Fahrgäste registriert, so waren es in der gleichen Periode 2010 bereits 895'917, was einer Steigerung um ganze 31 Prozent entspricht.
Steigerung auch im Kanton Bern
Doch nicht nur in Grenchen konnte die Zahl der Fahrgäste gesteigert waren, auch die Fahrten nach Bettlach und in die benachbarten bernischen Gebiete verzeichnen eine höhere Frequenz. So konnten auf der Linie 14 nach Lengnau 2010 insgesamt 75'548 Fahrgäste gezählt werden (2009 = 59'952) was einer Steigerung von total 15'596 Fahrgästen entspricht.
Ähnlich positiv sieht es auf der Linie nach Büren aus: Im ersten Halbjahr 2010 konnten auf dieser Linie 74'489 Fahrgäste registriert werden (2009 = 59'040) auch hier konnte also eine Steigerung um 15'449 Personen erreicht werden.
Nicht ganz so rigoros, aber immer noch markant, konnte auch die Auslastung bei den Fahrten nach Lommiswil gesteigert werden. In den ersten sechs Monaten 2010 wurden 43'966 Fahrgäste gezählt. Verglichen mit den Zahlen von Vorjahr (2009 = 40'930) konnte auch hier eine Steigerung um 3'036 Fahrgäste realisiert werden.
Auf dem richtigen Weg
„Die Auswertung der Nutzung im ersten Halbjahr 2010 zeigt, dass wir mit unserer Angebotserweiterung den richtigen Weg eingeschlagen haben“, ist Hans-Rudolf Zumstein überzeugt. Dabei müsse man bedenken, dass mit dem Ausbau in Grenchen, nicht etwa eine Luxusvariante sondern vielmehr eine eigentliche Standard-Lösung realisiert worden sei. „Die Erweiterung entspricht einem Bedürfnis“, so Zumstein weiter, „das lässt sich nun auch mit Zahlen belegen.“
Einem echten Bedürfnis entspricht auch der Nachtbus, der vor allem in Bettlach (wir berichtete) einiges zu Reden gegeben hat. Ein Blick in die Statistik des BGU zeigt, dass im ersten Halbjahr 19'470 Personen von diesen Angebot Gebrauch machten. „Auch hier“, so Zumstein, „ein ganz klarer Beweis, dass das Angebot vom Publikum gut aufgenommen wird.“
Markante Steigerung auch in Bettlach
Schaut man übrigens Bettlach separat an, so sieht man auch hier, eine markante Steigerung von 30 Prozent: Vom Januar bis Juni 2010 wurden 292'146 Fahrgäste gezählt, im gleichen Zeitraum 2009 waren es noch 225'181 gewesen.
Nimmt der BGU deshalb nun also auch 30 Prozent mehr Geld ein? „Schön wäre es“, lacht Zumstein auf diese Frage, „leider ist dem nicht ganz so.“ Nur gerade rund 15 Prozent der Fahrgäste lösen ihre Billete jeweils im Bus oder an Automaten. Das heisst rund 85 Prozent aller Fahrgäste verfügen über ein Abonnement. Und da bei den Abonnemente im Verbund der Verteilschlüssel nur alle zwei Jahre neu berechnet wird, werden sich die positiven Nutzerzahlen für den BGU erst in zwei Jahren auch finanziell auswirken.
Kleine Korrekturen nötig
Auch wenn sich der neue Fahrplan und der neue Streckenplan seit Dezember 2010 sehr bewährt hat, so sind auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2010 doch noch einige kleinere Korrekturen vorgesehen. So soll die Linie 24 Ziegelmatt-Däderiz neu über die Centralstrasse und nicht mehr über die Kirchstrasse geführt werden. Damit lässt sich nämlich für die Industriebetriebe im Gebiet der Öli einen reinen ¼- Stunden-Takt realisieren. Und auch der Nachtbus soll in Zukunft ab der Ringstrasse in Grenchen über die T5 zum Bahnhof geführt werden.
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