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SBB streicht in Biel 40 Stellen

Auf dem Bieler Rangierbahnhof verlieren 40 Angestellte ihre Arbeit. Der Rangierbetrieb wird massiv schrumpfen.

  • 1/9 Der Bieler Rangierbahnhof wird seinen Betrieb auf ein Minimum zurückfahren. Bilder: Adrian Streun
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(tar) Die Belegschaft des Bieler Rangierbahnhofs wurde heute Montagvormittag über den Kahlschlag im Bieler Rangierbahnhof (RB) informiert. Vier Fünftel der Angestellten, also vierzig von 53 Angestellten, müssen sich eine neue Stelle suchen. Dreizehn Arbeitsplätze bleiben erhalten. Noch sei nichts definitiv, sagten die SBB-Verantwortlichen gegenüber dem «Bieler Tagblatt», es seien keine Entlassungen geplant.

Wirtschaftlicher Druck
Der Verwaltungsrat wird voraussichtlich bis Ende März definitv über die Umnutzungspläne befinden.  Der Betrieb soll bis zum Fahrplanwechsel Ende Jahr wie bis anhin weitergeführt werden. «Die Umnutzung ist aus betrieblicher Sicht der einzig richtige Weg», sagte Bruno Stehrenberger, Leiter Betriebsführung bei der SBB, auf Anfrage.   

Das Herzstück des Rangierbahnhofs, die Sortierung der Güterwagen nach Bestimmungsort, wird auf Anfang 2010 aufgehoben. Beibehalten werden nur noch die  Feinverteilung für die SBB Cargo-Kunden in der Region Biel. «Der Rangierbahnhof wird in Zukunft nur noch für die regionale Güterzustellung benötigt», sagt Stehrenberger weiter.    

Veraltete Infrastruktur
Der Personalabbau kommt nicht ganz überraschend. Seit Jahren wird über eine Umstrukturierung des RB gesprochen. Wegen der völlig veralteten Infrastruktur in Biel und  Überkapazitäten im Gütertransportgeschäft schweizweit musste früher oder später mit einer Teilschliessung gerechnet werden. 2005 wurde die Streichung von rund der Hälfte der Belegschaft bekannt, was fünzig Personen betraf.

Im November 2007 kündigte die SBB an, die Zahl der Rangierbahnhöfe nach 2010 von acht auf sechs zu reduzieren. Im Mai 2008 wurde bekannt, dass die SBB die Rangierbahnhöfe Olten und Biel «umnutzen» wolle.  Seither schwebte über den 53 SBB-Angestellten das Damoklesschwert. Seit gestern Montag haben die Arbeiter die traurige Gewissheit.

Lesen Sie im BT vom 3. Februar die Reaktionen von Stadtpräsident Stöckli und der Gewerkschaft.

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