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Rote Früchtchen auf dem Reis

Um eine farbenfrohe Spezialität aus dem Iran geht es im dritten Teil der BT-Kochserie. Die kurdischen Gastgeber Rahman Elahi und Runak Shafie trugen in der Stube am Boden auf.

  • 1/5 Bilder: Meike Seele und Janosch Szabo
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(js) Zur Feier des Tages kocht Runak Shafie im Festtagsgewand, einem grün glitzernden Kleid mit einer zierlichen schwarzen Weste darüber. Auch das Menü, das es geben soll, ist kein Alltägliches: Khorshte Alo Zehrd – Lammfleisch mit gelben Pflaumen. Ein traditionelles iranisches Gericht. Reis als Basis ist selbstverständlich. Der sei immer dabei, sagt Shafie in gebrochenem Deutsch, ausser wenn sie zwischendurch mal etwas Schweizerisches koche, Rösti zum Beispiel. Sie sucht nach Worten, um sich zu erklären. Die Sprache zu verstehen sei einfacher, als sie zu sprechen. Seit 15 Monaten ist die junge Kurdin aus dem Iran in Biel.

Sprachkurs am Zutatentisch

Richtig schwierig wird es bei der Bestimmung der bereitgestellten Zutaten. Da stösst selbst ihr Mann Rahman Elahi an Grenzen, er, der bereits 14 Jahre in der Schweiz lebt. Kleine auf einem Tellerchen aufgeschüttete rote Früchtchen geben Rätsel auf. Elahi eilt in die Stube zum Laptop. Kurz darauf kommt er triumphierend zurück: «Berberitzen sind das». Im Online-Wörterbuch musste er die persische Bezeichnung eingeben. Kurdisch-Deutsch gibt es nicht im Internet. In Elahis und Shafies Heimat, dem Iran, ist Kurdisch in der Öffentlichkeit verboten. An den Schulen und Universitäten wird ausschliesslich Persisch gesprochen und geschrieben.

Doch zurück in die kleine Küche an der Johann-Verresius-Strasse in Biel, dort wo an diesem Abend das BT zu neuen kulinarischen Entdeckungen eingeladen ist. Die Schälchen mit den Gewürzhäufchen, die leuchtenden Berberitzen, die getrockneten Limonen und die eingeweichten gelben Pflaumen lassen Spannendes erwarten.

Mehr dazu im Bieler Tagblatt vom 12. März 2010 oder im E-Paper
Stichwörter: Serie "Multikulti"

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