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1/4 Das Robert Walser-Archiv auf dem Weg nach Bern. (Bilder: zvg) -

2/4 Das neue Robert Walser-Zentrum an der Marktgasse in Bern wird eingerichtet. -

3/4 Die Originaldokumente – darunter Walsers berühmte ›Mikgrogramme‹ – treffen im Schweizerischen Literaturarchiv -

4/4 Von links nach rechts: Irmgard Wirtz Eybl (Leiterin SLA), Reto Sorg (Geschäftsführer RWS), Yves Fischer Direktor für
Das in der Berner Altstadt gelegene Robert Walser-Zentrum wird im Laufe der nächsten Monate eingerichtet und am 18./19. September eingeweiht. Es beherbergt das Robert Walser-Archiv, eine öffentliche Ausstellung sowie die weltweit umfassendste Fachbibliothek zu Robert Walser und Carl Seelig, zu der auch eine umfassende Sammlung von Erstausgaben, Zeitschriften und Druckbelegen gehört. Walser-Liebhaber und -Forscher können hier unter anderem sämtliche Manuskripte aus Robert Walsers und Carl Seeligs Nachlässen konsultieren – in digitaler Form. Die Originale werden in Zukunft als Leihgabe im SLA konserviert und erschlossen, zusammen mit den anderen Kernbeständen der RWS: dem Doppelnachlass von Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings, einem Teilbestand Friedrich Glauser/Max Müller, den Nachlässen von Josef Halperin und von Ossip Kalenter sowie dem Archiv des Steinberg-Verlags.
Die Zusammenarbeit zwischen der RWS als privater Stiftung und der Bundesinstitution SLA verbessert die Sicherung, Konservierung, Erschliessung und Vermittlung der Materialien. Beabsichtigt sind gemeinsame Veranstaltungen, Publikationen und Forschungsprojekte. Die Kooperation, die Pilotcharakter hat, erlaubt die Vernetzung mit den Beständen des SLA, wie den Nachlässen von Friedrich Glauser, Hermann Hesse, Carl Spitteler, Heinrich Federer oder Cécile Lauber. Die Forschung kann dadurch neue Einsichten in das literarische Leben der 20er bis 50er Jahre des 20. Jahrhunderts gewinnen.
Den Umzug der RWS nach Bern machte das «Berner Modell» möglich, eine Partnerschaft verschiedener öffentlicher und privater Institutionen. Die Eidgenossenschaft ist im «Berner Modell» mit der Nationalbibliothek, dem SLA und dem Bundesamt für Kultur vertreten. Die weiteren Partner sind die RWS, die Stadt und der Kanton Bern, die Burgergemeinde Bern, die Berner Kantonalbank sowie die Stadt Biel.
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