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Peter Hans Kneubühl sitzt jetzt in Thun hinter Gittern

Peter Hans Kneubühl ist von Burgdorf in die Anstalt von Thun verlegt worden. Der psychische Zustand des Bielers habe sich verschlechtert, begründet der Gefängnisdirektor von Burgdorf.

Peter Hans Kneubühl nach der Urteilseröffnung in Biel. copyright: peter samuel jaggi/bieler tagblatt

Peter Hans Kneubühl hat das Gefängnis wechseln müssen. Bereits vor zwei Monaten hat der Bieler Rentner das Regionalgefängnis Burgdorf verlassen und wurde nach Thun verlegt. In einem Brief an Radio Energy Bern schrieb Kneubühl, er vermute, dass er wegen eines Briefes, den er für einen Mitinsassen geschrieben habe, verlegt wurde. Der Gefängnisdirektor von Burgdorf gab jedoch andere Gründe an.

Der psychische Zustand von Kneubühl habe sich in letzter Zeit merklich verschlechtert, so der Gefängnisdirektor gegenüber «Energy Bern». Man habe gehofft, dass sich der Zustand des Bielers in einer neuen Umgebung verbessere. Und dies sei denn auch gelungen: Ihm sei mitgeteilt worden, dass es Kneubühl bereits deutlich besser gehe, sagt der Gefängnisdirektor von Burgdorf.

Kneubühl wurde vom Regionalgericht Berner Jura-Seeland und vom Obergericht Bern in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, da erwiesen sei, dass er in der Nacht vom 9. September 2010 im Wahn gehandelt habe. Der Rentner hat das Urteil aber nicht akzeptiert und vor Bundesgericht weitergezogen. Kneubühl bestreitet, dass er schuldunfähig sei.

Im Herbst 2010 hatte sich Kneubühl im Zuge einer Erbstreitigkeit mit Waffengewalt gegen die Zwangsräumung seines Hauses in Biel gewehrt. Zunächst verschanzte er sich in der Liegenschaft. Als die Polizei anrückte, schoss Kneubühl auf einen Polizisten und verletzte ihn schwer. Dem Rentner gelang die Flucht. Tagelang hielt er ein Grossaufgebot der Polizei in Atem. Schliesslich konnte er oberhalb von Biel festgenommen werden. Er habe mit dem Tod gerechnet und Widerstand als seine Pflicht erachtet, gab er später an.

Kneubühl war vor der Tat schon jahrelang mit verschiedenen Behörden im Streit gelegen und hatte Behördenvertreter immer wieder mit seitenlangen Briefen eingedeckt. lsg

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