Sie sind hier

„Krawattenzwang“

Päcklipost als Nervensache

Im persönlichen Blog berichtet Bernhard Rentsch, publizistischer Leiter der Gesamtredaktion und Chefredaktor „Bieler Tagblatt“ wöchentlich über Erlebnisse im privaten wie im beruflichen/gesellschaftlichen Leben – dies immer mit einem Augenzwinkern. Heute: Päcklipost als Nervensache.

Krawattenzwang: Bernhard Rentsch
  • Dossier

Ach, wie kann das Warten auf ein Päckli die Nerven strapazieren. Per Telefon wurde mit dem Walliser Geschäftspartner vereinbart, dass die Postsendung so getimt wird, dass sie am Mittwoch „sicher“ in Biel eintrifft. Also wird sie zur Sicherheit noch vor Schalterschluss am Montagabend in Brig aufgegeben.

Am Dienstag: Nichts. Auch am Mittwoch: Nichts. Erstaunen beim Absender, Erstaunen beim Empfänger. Und schon erste leichte Nervosität, war doch der Inhalt für einen wichtigen Termin am Donnerstag eingeplant. Per Internet kann anhand der Sendungsnummer unkompliziert nachverfolgt werden, wo sich das Päckli befindet. Ein sehr praktischer Service, der rasch ergibt, dass sich das erwartete Päckli seit Mittwoch 9.21 Uhr in Biel befindet.

Aber – ärgerlicherweise – noch nicht beim Empfänger. Die Versuche, direkt an die Postsendung zu kommen, scheitern. Niemand kann bei der enormen Fülle an zuzustellenden Päckli wissen, wo sich genau die nachgefragte Schachtel befindet.

Erst am Donnerstagmorgen dann – zum Glück noch rechtzeitig – die Erlösung. Das Paket trifft ein. Und mit ihm auch die Antwort, weshalb A-Post in diesem Fall nicht die Zustellung am nächsten Tag bedeuten konnte: Auf der Adresse fehlte die Hausnummer – die Sendung war unzustellbar und musste zuerst durch die Rechercheabteilung.

Lehre: Die Empfängeradresse immer mit Hausnummer angeben. Logisch.


brentsch@bielertagblatt.ch

Twitter: @BernhardRentsch

 

Nachrichten zu Biel »