Im Kulturzentrum sollen eine Moschee mit einer Galerie für Frauen sowie mehrere Sitzungszimmer entstehen. Auf dem Dach will der Verein eine grosse und drei kleine Kuppen bauen. Er reichte diese Woche bei den Stadtbehörden das Baugesuch für einen «Neubau Vereinslokal» ein.
Spenden und Beiträge der Vereinsmitglieder sollen den Bau finanzieren, wie Veseli sagte. Der Verein zählt nach eigenen Angaben 120 Mitglieder. Der bestehende Gebetsraum in einem Keller sei zu klein, betonte er: «Wir wollen rausgehen und zeigen, dass wir keine Hassprediger sind.»
Moschee auf SVP-Land
Das Projekt erregt bereits die Gemüter. So kündigte die SVP Stadt Grenchen Widerstand an. Man wolle sich mit «allen politischen und juristischen Mitteln» dagegen wehren, schrieb die Partei in einem Zeitungsinserat.
Gemäss der Stadtverwaltung dürfte das Bauprojekt jedoch zonenkonform sein. Das Vorhaben widerspreche nicht dem Zonen- und Baureglement, hiess es diese Woche an einer Sitzung des Gemeinderates zu einem Vorstoss der SVP. Das Baugesuch liegt bis zum 4. Februar öffentlich auf.
Pikant am sich abzeichnenden Streit um das geplante Kulturzentrum ist die Tatsache, dass das Industrieland bis zum vergangenen Sommer einem SVP-Kommunalpolitiker gehört hatte.
Er veräusserte es an einen Garagisten in Bellach SO, der das Bauland an die Albanisch-Islamische Glaubensgemeinschaft weiterverkaufte. Diese hatte sich von Beginn an für den Erwerb des Landes interessiert.
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