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„Krawattenzwang“

Glück – für jeden etwas anderes

Im persönlichen Blog berichtet Bernhard Rentsch, publizistischer Leiter der Gesamtredaktion und Chefredaktor „Bieler Tagblatt“ wöchentlich über Erlebnisse im privaten wie im beruflichen/gesellschaftlichen Leben – dies immer mit einem Augenzwinkern. Heute: Glück – für jeden etwas anderes.

Krawattenzwang: Bernhard Rentsch
  • Dossier

Sind Sie glücklich? Eine direkte und persönliche Frage, die unbeantwortet bleiben soll. Der Zustand von Glück ist sehr individuell und nicht definierbar. Und es ist wohl auch kein dauerhaftes Empfinden. Vielmehr sind es Phasen oder Augenblicke, die wir mit Glück in Verbindung bringen. Oder es sind die ganz kleinen Sachen, die für Sie und für mich Glück bedeuten.

Entsprechend vielfältig ist auch die Ausstellung der 22. Ausgabe der Bieler Fototage, die noch bis zum 27. Mai im Photoforum im Museum Pasquart sowie an verschiedenen Orten in der Stadt Biel stattfindet und sich dem Thema „Glück“ widmet.

Entsprechend vielfältig waren auch die Reaktionen und die eingereichten Bilder, die das BT im Monat März im Rahmen des ganzjährig laufenden Leserfoto-Wettbewerbs auslöste. Wenig glücklich waren einige, die sich bereits auf das ursprünglich eingeplante Monatsthema „Spiegelungen“ vorbereitet hatten und dann durch den kurzfristigen Themenwechsel überrascht und erzürnt wurden. Ihnen allen sei versprochen: „Spiegelungen“ kommt wieder. Wir und das Photoforum, die gemeinsam den Wettbewerb umgepolt haben, waren dann glücklich, dass im März über 400 spannende Fotos zum Thema „Glück“ eintrafen. Und – erwartungsgemäss – ganz unterschiedliche Interpretationen erlaubten. Zum internationalen Tag des Glücks am 20. März haben wir im BT bereits eine ganz kleine Auswahl gezeigt. Die etwas grössere Ausstellung ist nun Teil der Fototage.

Vor wenigen Tagen haben wir die ausgewählten Fotografinnen und Fotografen in die Ausstellung im Pasquart-Museum eingeladen. Die Überraschung war gross, wie die Fotos im Rahmen einer sehr sympathischen Ausstellungspräsentation wirken. Für viele der Anwesenden wars in der Tat ein kleiner Glücksmoment.

Gerne lade ich alle ein, sich diesen – und weitere – Ausstellungsteil anzuschauen. Sie sind dabei aufgefordert, auf kleinen Zetteln, die an der Wand präsentiert werden, Ihre Vorstellung von Glück zu formulieren. Mein bisheriges Highlight unter den viele Notizen: mit kindlicher Schrift wird kundgetan, dass der eigene Hamster das grosse Glück bedeute. Und – mit Blick auf die letzte Eishockeymeisterschaft – schlicht drei Buchstaben: ZSC. Was in Biel in vielen Fällen wohl eher mit Unglück verbunden wird.

 

brentsch@bielertagblatt.ch
Twitter: @BernhardRentsch

 

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