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„Krawattenzwang“

Gedanken zum Kürzertreten

Im persönlichen Blog berichtet Bernhard Rentsch, publizistischer Leiter der Gesamtredaktion und Chefredaktor „Bieler Tagblatt“ wöchentlich über Erlebnisse im privaten wie im beruflichen/gesellschaftlichen Leben – dies immer mit einem Augenzwinkern. Heute: Gedanken zum Kürzertreten.

Krawattenzwang: Bernhard Rentsch
  • Dossier

Mit 53 Jahren ist der Rückzug aus dem Berufsleben noch einige Jahre entfernt und persönlich noch kein Thema. Zunehmend wird man aber mit diesem Thema konfrontiert, der eine oder andere aus dem Umfeld erreicht allmählich diese Altersgrenze. Chance und Gefahr zugleich, wird einem da immer bewusster. Denn es gibt Beispiele, wo der Absprung in eine wunderbare Phase mit weniger Druck und Verpflichtungen mustergültig gelingt, andererseits verpassen einige die „richtige“ Ausfahrt.

„Richtig“ macht es Beat Moning, den meisten Leserinnen und Lesern des „Bieler Tagblatt“ seit vielen Jahren als Sportchef bestens bekannt. Mit dem Erreichen des 60. Altersjahres zieht er sich in Etappen zurück. Nach einem (verdienten) mehrmonatigen Urlaub schraubt er ab Oktober sein Pensum auf 60 Prozent zurück und wird so quasi zum vorzeitigen Rentner mit Teilzeitanstellung. Er arbeitet, wenn auch nicht mehr Vollgas. Es bleibt Zeit für Anderes, oder schlicht auch mal für Erholung oder Nichtstun. Dafür reicht dann die Energie sicher, um nicht mit 65 den Stecker total zu ziehen.

So kann/soll man es machen, wenn dies vom Job und von den finanziellen Fragestellungen her möglich ist. Klar, ein Verzicht ist immer damit verbunden. Aber, seien wir ehrlich, der Mehrwert ist auf der andern Seite umso grösser.

Ich wünsche unserem Kollegen jetzt schon gutes Gelingen bei diesem neuen Lebensabschnitt. Es sei verraten: Wie bei vielen, die Beat in diesen Tagen begegnen, ist auch bei mir eine Spur Neid zu spüren. Möge allen der Absprung in die Phase nach dem aktiven Berufsleben so gut gelingen.

Wie ist das bei Ihnen? Erzählen Sie mir Ihren Weg in die Pension.


brentsch@bielertagblatt.ch

Twitter: @BernhardRentsch

 

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